22.07.2019 12:39 |

Lächerliche Farce

Angeblich 99,98% Wahlbeteiligung in Nordkorea

Läppische 0,02 Prozent haben gefehlt und bei Kommunalwahlen in Nordkorea wäre eine Wahlbeteiligung von 100 Prozent perfekt gewesen. So musste man sich in der vom Rest der Welt abgeschotteten Volksrepublik, in der Wahlen reine Formsache - der Begriff Farce würde wohl besser passen - sind, bei dem Votum auf Provinz-, Stadt- und Bezirksebene mit „nur“ 99,98 Prozent Beteiligung zufriedengeben. Zur Urne geschritten ist selbstverständlich auch Machthaber Kim Jong Un.

Bei den alle vier Jahre stattfindenden Kommunalwahlen in dem 24 Millionen Einwohner zählendes Staat können die Wahlberechtigten nur mit Ja oder Nein für einen einzigen von der Arbeiterpartei ausgesuchten Kandidaten stimmen. „Ein Kandidat für jeden Sitz und ein Name auf jedem Stimmzettel“, twitterte deshalb der britische Botschafter in Pjöngjang, Colin Crooks.

Wahl-Farce soll „Einheit zwischen Volk und Anführer stärken“
Die Kommunalwahlen dienen nach Ansicht von Beobachtern vor allem dazu, die Einheit zwischen Bevölkerung und Führung zu stärken. Staatsmedien hatten alle Wahlberechtigten zur Teilnahme aufgerufen, um „positiv zur Festigung des Staates und des sozialen Systems beizutragen“.

Fast Hälfte der Einwohner von Hunger bedroht
Es waren die zweiten Kommunalwahlen seit der Machtübernahme durch Kim Jong Un, der nach dem Tod seines Vaters Kim Jong Il Ende 2011 an die Spitze der selbst erklärten Atommacht gestellt wurde. Das Land kämpft seit Jahren mit einer chronischen Nahrungsmittelknappheit. Anfang Mai hatte das Welternährungsprogramm berichtet, in Nordkorea seien mehr als zehn Millionen Menschen von Hunger bedroht.

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