20.07.2019 12:53 |

Warnung aus London

Britische Schiffe sollen Straße von Hormus meiden

Nachdem der Iran am Freitag in der Straße von Hormus zwei britische Tanker - einer davon durfte nach wenigen Stunden seine Reise wieder fortsetzen - festgesetzt hatte, warnte die Regierung in London am Samstag vor der Durchquerung der dortigen Gewässer. Demnach sollen britische Schiffe die Straße von Hormus „vorläufig“ meiden.

„Wir bleiben tief besorgt über das inakzeptable Vorgehen des Iran, das die internationale Freizügigkeit der Schifffahrt auf die Probe stellt“, sagte eine Regierungssprecherin nach einem nächtlichen Treffen des Krisenstabs Cobra. Zuvor hatte bereits Außenminister Jeremy Hunt die Festsetzung der Tanker als „inakzeptabel“ bezeichnet. Der Iran müsse mit „ernsthaften Konsequenzen“ rechnen, wenn der Konflikt nicht schnell gelöst werde.

Hunt schließt militärische Optionen aus
Militärische Optionen hatte Hunt aber bereits am Freitagabend ausgeschlossen. „Wir halten nach einem diplomatischen Weg Ausschau, um diese Situation zu lösen“, sagte der Minister. Wie das aber genau aussehen könnte, erläuterte Hunt nicht.

Hunt hält die Festsetzung des Schiffes für eine Reaktion auf einen Vorfall im britischen Gibraltar: Dort war Anfang Juli ein Supertanker mit Öl aus dem Iran, das für Syrien bestimmt gewesen sein soll, an die Kette gelegt worden. Die Lieferung verstoße gegen EU-Sanktionen gegen Syrien, hieß es. Der Supertanker darf mindestens bis Mitte August nicht auslaufen. Der Iran drohte daraufhin mit Konsequenzen.

USA stationiert Truppen in Saudi-Arabien „um Frieden zu wahren“
Ein Indiz dafür, dass sich die Krise mit dem Iran gefährlich zuspitzt ist auch die Entscheidung der USA, Truppen in Saudi-Arabien zu stationieren. Saudi-König Salman der der Stationierung am Freitagabend zugestimmt. Die Maßnahme habe zum Ziel, „die Zusammenarbeit zur Verteidigung von Sicherheit und Stabilität in der Region zu verstärken und den Frieden zu bewahren“, wurde ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums zitiert.

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