18.07.2019 11:30 |

Wegen zu viel Verkehr

„Wir fordern neuen Autobahn-Anschluss“

Viele Gemeinden leiden unter massivem Verkehr – so auch Flachau und Altenmarkt. Beide Orte fordern seit nunmehr 20 Jahren einen neuen Anschluss an die A10 zwischen den zwei bestehenden. Eine Verkehrsentflechtung ist das Ziel. Derzeit prüft der Bund auch die neue Variante. Nur eine Frage ist offen, jene nach dem Wann.

Rupert Winter und Thomas Oberreiter, ÖVP-Bürgermeister von Altenmarkt und Flachau, sind sich einig: Es braucht einen neuen Anschluss an die Tauernautobahn (A10). Im Flachauer Reitdorf soll er entstehen, die Schließung eines Versandbetriebes ermöglichte eine Adaptierung der Anschluss-Variante. Anrainer-Wünsche konnten dadurch beherzigt werden, wie Lärmschutzmaßnahmen: „Es wird nicht noch mehr Lärm geben“, betont Oberreiter.

Bund prüft Studie

Derzeit wird die adaptierte „Erweiterte Strategische Studie“ im Verkehrsministerium geprüft. Erst mit einer Genehmigung beginnen die Behördenverfahren. Also alles noch am Anfang - obwohl die Problematik seit der Jahrtausendwende angekreidet wird. „Das Gewerbegebiet kann nicht wachsen, da es zu viel Verkehr gibt“, sagt Oberreiter. Er erließ sogar einen Widmungsstopp, weil der Verkehr Überhand genommen hatte - und das zu Lasten der Einwohner.

Auch Lkw-Fahrverbot geplant

„Das Ziel wäre den Verkehr zu entflechten.“ Mitsamt einem sektoralen Lkw-Fahrverbot. Allein den Gewerbe-Verkehr aus den Orten zu bringen, bedeute eine „riesige Entlastung“. Beispielsweise bei der A10-Ausfahrt Altenmarkt: Immer wieder gäbe es dort Stau, spricht Winter von 18.000 Fahrzeugen täglich.

Zeitplan noch offen

Beide rechnen mit einer Realisierung ab 2021 oder 2022. Aber anders als die Asfinag: Die strebt erst 2025 den Baustart an. „Wir wollen einen Start noch in dieser Legislaturperiode“, fordern die Ortschefs. Und auch das Land will es „so früh, wie möglich“. Kosten würde es 11 Millionen Euro.

Antonio Lovric
Antonio Lovric

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