Etwa 34.000 der unterschiedlichsten Tranquilizer sollen von der Ärztin an Drogensüchtige verschrieben worden sein. "Jenseits jeglicher medizinischer Notwendigkeit", ist die Staatsanwältin überzeugt.
"Meine Mandantin war 70 Jahre in der Drogenbehandlung, ist eine der führenden Persönlichkeiten. Und ihr wird vorgeworfen, sie hätte ins Metier der Drogenhändler gewechselt", gab sich ihr Verteidiger schon beim ersten Prozesstag erschüttert. Am Donnerstag waren die Patienten der Angeklagten am Wort.
Angeklagte: "Ich war zu gutherzig"
"Es war ein Kinderspiel", hieß es da. Oder: "Wenn ich was gebraucht habe, hab ich es auch bekommen." Die 92-Jährige ist sich keiner Schuld bewusst. Sie habe nur nicht gewollt, dass die Patienten Entzugserscheinungen bekommen. Außerdem seien auch viele ihrer Rezepte gefälscht worden. Dass ihr das eine oder andere Medikament mit Tricks herausgelockt wurde, bestreitet sie aber nicht: "Ich war zu gutherzig."
von Eva Molitschnig, Heinz Weeber ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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