02.07.2019 13:29 |

„Wieder recycelbar“

Arbesser designte Tasche aus Getränkeflaschen

Arthur Arbesser, aus Wien stammender Modemacher mit Firmensitz in Mailand, hat für Vöslauer eine Tasche entworfen. Der Clou daran ist nicht nur das grafische Muster, das die Kreation auf den ersten Blick als „echten Arbesser“ ausweist, sondern auch das innovative Material: Zum Einsatz kam rePET aus alten Getränkeflaschen.

„Mir hat das alles einen Denkanstoß gegeben“, gestand der Modemacher. Seither versuche er, in seiner eigenen Kollektion „natürliche Materialien wie Seide, Viskose, Baumwolle und Wolle zu verwenden. Das ist relativ schwierig, weil man muss natürlich Abstriche machen, und der Kunde muss wissen, dass es dann automatisch mehr kostet. Aber bei so einem Nischenlabel wie meinem ist das durchaus möglich.“

„Zu 100 Prozent wieder recycelbar“
„Vorher haben wir oft auch viel Polyester, beispielsweise für Plisseeröcke, verwendet. Das war natürlich super, die Kundinnen haben sich gefreut, dass man damit leicht reisen kann, dass es nicht verknittert, dass der Preis gut war, und das versuchen wir jetzt nicht mehr zu machen. Das heißt, irgendwen vergrämt man sicher, aber auf längere Sicht gesehen ist es besser so.“ Die Kundschaft sei jedenfalls, was den ökologischen Fußabdruck von Mode betreffe, „schon ein bisschen aufgewacht und absolut mehr empfänglich dafür“.

„Ich habe total viel dazugelernt bei dem Projekt“, verriet Arbesser. Es handle sich um „ein richtig beständiges Outdoor-Material“, das „zu 100 Prozent aus recycelten Fasern hergestellt wurde und auch zu 100 Prozent wieder recycelbar ist“, und „nicht das übliche Polyester, das sozusagen ewig auf der Welt bleibt“.

Materialien aus alten Kollektionen 
Dass Arthur Arbesser sich Gedanken um die Umwelt macht, sehe man „absolut auch im September bei der Sommerkollektion“. Die wird er dann wieder bei der Mailänder Modewoche präsentieren. So viel verriet er im Voraus: Es werden Modelle aus Patchworkstoffen zu sehen sein, die er und sein Team seit Monaten im Office zusammennähen. „Da sind auch viele alte Materialien von mir, aus alten Kollektionen. Wir haben gerade die Fabrik gewechselt und deswegen viele alte Stoffe zurückbekommen, und die versuchen wir jetzt gerade zu ‘recyceln‘.“

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