Ungeziefer

Keine Chance für Ameisen und Co!

Wohnkrone News
16.04.2010 17:00
Frühling – und die Natur erwacht zum Leben. Leider betrifft das aber nicht nur Pflanzen, Schmetterlinge und Vögel, sondern auch allerlei lästiges Ungeziefer. Und so versuchen Ameisen ihre Straßen in unsere Wohnzimmer und Küchen zu verlegen, Motten gehen an die Lebensmittel und die Fruchtfliegen besetzen das Obst. Am besten also, dieses lästige Getier gar nicht erst einziehen zu lassen.

Ameisen, Motten, Silberfischchen, Fruchtfliegen und, und, und… Gemeinsam ist allen, dass es sich bei ihnen um sehr hartnäckige Untermieter handelt. Haben sie erst einmal Terrain in den Wohnbereichen gewonnen, ist es gar nicht so einfach, sie wieder zu delogieren. In der Verzweiflung greift man dann auch schon mal zum Todesspray. Mit dem Nachteil, dass diese Substanzen eben nun mal Gifte sind, die auch uns und die Umwelt belasten. Vor allem aber, wenn Kinder und Haustiere im Haushalt leben, raten Experten vom häufigen Gebrauch der Giftkeulen ab.

Vor allem, weil es auch ohne geht. „die umweltberatung“ hat nun eine eigene Broschüre mit den wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen und natürlichen, unschädlichen Bekämpfungsstoffen und -tricks gegen die häufigsten Schädlingsarten (Ameisen, Motten, Fruchtfliegen, Silberfischchen, Mäuse, Wespen etc.) erstellt.

Vorbeugen ist immer besser
Wie bei so vielem ist es natürlich auch bei der Ungezieferbekämpfung am besten, den Eindringlingen erst gar keine Chance zu geben. In der Praxis gar nicht so einfach, denn unsere Lebensgewohnheiten und Einrichtungen begünstigen Schädlingsvermehrung. Da sind einmal die Zentralheizungen, die ganzjährig für gleichmäßige Wärme sorgen, Einbauküchen bieten ideale Verstecke und viele Lebensmittel werden „auf Vorrat“ gekauft.

Ein ideales Vermehrungsklima für Schädlinge ist feuchte Raumluft. Also, regelmäßig lüften (Küche!), am besten mehrmals täglich Stoß- oder Querlüften. So verringert sich die Feuchtigkeit. Sauberkeit versteht sich von selbst. Vor allem dunkle, feuchte Ecken (z.B. hinter Kühlschrank, Küchenkasten und Waschmaschine) regelmäßig reinigen. Lebensmittel nicht offen herumstehen lassen, sondern verschließen.

Viele Wohnungen und Häuser haben versteckte Ritzen und Fugen an Wänden, Böden, Fenstern und hinter den Schränken. Diese müssen mit Kitt, Spachtelmasse, Silikon, Gips o.ä. sorgfältig verschlossen werden. Auch Fliegengitter bewähren sich und schützen vor lästigem Zuflug.

Ein dufter Tipp: Duftpflanzen (z.B. Paradeiser, Küchenkräuter, Duftgeranien, Lavendel) am Fensterbrett anbauen und mit ätherischen Ölen in Duftlampen oder Verdunstern zusätzliche Geruchsschranken aufbauen. Besonders geeignet: Zitronen-, Minze- , Lavendel- und Nelkenöl).

Auf in den Kampf!
Haben diese Vorbeugungsmaßnahmen trotzdem nichts genützt, so muss zu einer härteren Gangart übergegangen werden. Die Schädlinge müssen wieder vertrieben werden. Das oberste Motto dabei: Keine Panik! Denn einzelne Tiere sind oft nur Zufallsgäste oder auch Späher, die wieder abziehen, wenn sie keine idealen Bedingungen vorfinden. Als erster Schritt sollte man sich folgende Fragen beantworten: Um welche Tiere handelt es sich? Wo sind sie? Woher kommen sie und wie gelangen sie in Haus oder Wohnung?

Als äußerst hilfreich kann es sich erweisen, die gewohnten Lebensbedingungen zu ändern. Das heißt zum Beispiel: Klimaschwankungen erzeugen. Befallene Lebensmittel oder Textilien im Backrohr erwärmen oder in der Gefriertruhe einfrieren. 

Bei der Bekämpfung selbst sind sogenannte „sanfte Methoden“ zu bevorzugen, wobei sich sanft hier auf den Einsatz der Stoffe bezieht: eher Leimfallen und giftfreie Köder statt Sprays.

Tipps gegen Ameisen und Fruchtfliegen
Besonders lästig und auch hartnäckig sind Ameisen und Fruchtfliegen. So nützlich Ameisen im Garten auch sind, in Haus oder Wohnung kann man sie nicht gebrauchen. Und die vielen kleinen Fruchtfliegen können leicht die Freude an jeder noch so blitzblanken Küche rasch verderben.

Stopp den Ameisen

  • Einzeltiere entfernen: Auch einzelne Ameisen sofort entfernen. Denn dabei kann es sich um sogenannt „Späher“ handeln, denen die Massen dann rasch nachfolgen. 
  • Ameisenstraßen mit dem Staubsauger mehrmals aufsaugen und danach den Staubbeutel entleeren. 
  • Salz, Backpulver oder eine Backpulver-Staubzucker-Mischung auf die Ameisenstraße streuen – die Tiere platzen nach dem Verzehr. Vielleicht nicht tierfreundlich, aber ein altes und bewährtes Hausmittel. 
  • Diatomeen-Algen-Pulver in Ritzen und auf Ameisenstraßen streuen. Sie stellen unüberwindbare, scharfe Hindernisse dar. 
  • Geruchsbarrieren: Ameisenstraße mit Seifenwasser oder Essigwasser abwaschen und mit Zitronensaft (oder Zitronenöl) beträufeln. 

Weg mit den Fruchtfliegen

  • Obst und Gemüse: Möglichst in verschlossenen Behältern oder im Kühlschrank aufbewahren. Mit feinen Netzen abdecken. 
  • Überreifes Obst: So rasch wie möglich entfernen. Besondere Fruchtfliegen-Anreize: angefaulte Obst-Stellen. Auch biogener Abfall gehört schnell entsorgt. 
  • Vorsicht Falle: Apfelessig oder Fruchtsaft in einer offenen Flasche stehen lassen. 
  • Duftstopp: Schale mit Wasser und einigen wenigen Tropfen eines ätherischen Öles am Fensterbrett stehen lassen.
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