Klimaziel verfehlt

Affenhitze kostet uns 308 Millionen Euro Strafe

Ganz Oberösterreich schwitzt im wärmsten Juni der Messgeschichte - mit dem (vorläufigen) Höhepunkt am heutigen Mittwoch, wo bis zu 36 Grad erwartet werden. Infolge des Klimawandels drohen solche Hitzewellen häufiger, warnen Meteorologen. Und weil OÖ von den Klimazielen weit entfernt ist, wird die Hitze teuer.

Die Treibhausgas-Emissionen sind in Oberösterreich zwischen 1990 und 2017 um 6,9 Prozent gestiegen, vor allem nach dem Jahr 2014, dem Ende der Energiewende. Allein im Bereich Raumwärme stiegen sie von 1,161 Millionen Tonnen (2014) auf 1,405 Millionen Tonnen CO2 (2017). Damit würden die Ziele aus dem Pariser Weltklimavertrag (Emissionen bis 2030 um 36 Prozent senken) klar verfehlt, OÖ würden Strafen von 308 Millionen Euro drohen.

Ausbau der Öffis
Das will Landesrat Rudi Anschober verhindern - er fordert, die Ziele des Pariser Übereinkommens in die Bundesverfassung zu verankern. Dazu will er Vorrang für eine beschleunigte Energiewende mit der Verdreifachung der Sanierungsrate bis 2030 sowieeine konsequente Einleitung der Mobilitätswende mit zwei Milliarden Euro pro Jahr für den Ausbau der Öffis in Stadt und Land.

Mehr Bio-landwirtschaft
Heuer soll in Oberösterreich zudem noch ein neues klimaschonendes Raumordnungsgesetz kommen - mit derRevitalisierung der Ortskerne,dem Ende der Zersiedelung, einem Ausbauprogramm für die Bio-Landwirtschaft mit einem 50-Prozent-Bioanteil bis 2030. Weiters sollen klimaschädigende Subventionen auf Landesebene gestrichen werden. Um dies zu erreichen, soll dasKlimaprogramm alle drei Jahre evaluiert werden. Wie dringend eine Trendwende in der Umweltpolitik ist, zeigt der Juni: Es wird der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen.

Heißester Tag
Und am heutigen Mittwoch erwartet Oberösterreich den (bislang) heißesten Tag des Jahres mit is zu 36 Grad, vor allem im Salzkammergut und Innviertel.Doch der Rekordwert von Weyer mit 36,7 Grad dürfte knapp verfehlt werden, so Christian Ortner von der ZAMG. An Donnerstag wird’s mit 29 bis 34 Grad ebenfalls heiß, auch heftige Gewitter werden befürchtet.

Hantieren
Infolge der Hitzewelle hat die BH Wels Brandschutzmaßnahmen verordnet, wonach das Hantieren mit Feuer zum Teil verboten ist.

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