300 Meter abgestürzt

Erinnerungsfoto am Traunstein brachte den Tod

Beim Hochkampanstieg auf den Traunstein in Oberösterreich ist ein Bergsteiger am Samstagvormittag in den Tod gestürzt. Der 59-Jährige hatte Sekunden zuvor ein Erinnerungsfoto von seinem Schwager gemacht und war dann 300 Meter abgestürzt.

„Der Bergsteiger ist am Hochkamp, das ist die Ostseite vom Traunstein, Hunderte Meter in den Tod gestürzt“, berichtete Wolfgang Ebner von der Bergrettung Gmunden.

Nun sind auch die Hintergründe klar: Der 59-Jährige aus Lenzing unternahm am 25. Mai ab 7.40 Uhr gemeinsam mit seinem 64-jährigen Schwager und Bergkameraden aus Schwanenstadt eine Bergtour auf den Traunstein. Die beiden erfahrenen Bergsteiger stiegen über wegloses Gelände, über den sogenannten Nordwandkessel, in Richtung Traunsteingipfel auf.

Gut ausgerüstet
Sie waren mit Steigeisen und Pickel ausgerüstet und erreichten über teilweise schneebedecktes Fels- und Schrofengelände gegen 11.30 Uhr den unmarkierten Wegabschnitt „Grüne Gasse“ auf etwa 1620 Meter Seehöhe. Dort fotografierte der 59-Jährige seinen etwa zehn bis 20 Meter vor ihm bergwärts gehenden Schwager. Als sich dieser etwa eine Minute später wieder umdrehte, konnte er den 59-Jährigen nicht mehr sehen.

Hilferuf vom Gipfel
Der Pensionist dürfte nach dem Versorgen des Fotoapparats aus unbekannter Ursache etwa 300 Meter tief abgestürzt und dabei tödlich verletzt worden sein. Der 64-Jährige stieg noch die wenigen Meter zum Gipfelkreuz auf und verständigte von dort mit dem Handy die Einsatzkräfte. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ aus Salzburg ins Tal geflogen. Der Leichnam des 59-Jährigen wurde in einer Seehöhe von 1310 Meter aufgefunden und mittels Seilbergung durch das Team vom Polizeihubschrauber „Libelle“ aus Linz geborgen.

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