Mi, 26. Juni 2019
22.05.2019 10:00

Beim Solsteinhaus

„Geplante Kläranlage eine Gefahr für die Natur!“

Heftige Kritik an der Neuerrichtung der Kläranlage für das Solsteinhaus der ÖAV-Sektion Innsbruck übt der Zirler Franz Reinhart. „Es handelt sich um eine Fehlplanung und Gefahr für die Natur im Alpenpark Karwendel“, betont Reinhart. Auch die Stellungnahme namhafter Geologen und Biologen fällt negativ aus.

Die bestehende Kläranlage des Solsteinhauses ist inzwischen bei rund 8000 Übernachtungen pro Jahr hoffnungslos überlastet. Die Sektion Innsbruck hat nun ein Projekt für eine neue, den Anforderungen angepasste Kläranlage vorgelegt. „Das mir bekannte Projekt – das Fäkalabwasser soll in ein Pflanzenklärbecken und dann in den so genannten Rossrinner eingeleitet werden – weist grobe Planungsfehler auf“, sagt Franz Reinhart, Jagdpächter in dem Gebiet und Zirler Ersatzgemeinderat.

Becken zu klein
„Nach Ansicht von Geologen und Biologen sind die Becken viel zu klein dimensioniert, eine Weiterleitung des Abwassers in den Rossrinner ist laut Wasserrechtsgesetz, den geologischen Bedingungen sowie dem Natur- und Biotopschutz nicht möglich.“ Reinhart hält außerdem allein schon den massiven Eingriff mit Erdarbeiten in dem Natura-2000-Gebiet für heikel.

Erfolglose Gespräche
Der Zirler hat zu dem Thema Gespräche mit der Gemeinde Zirl, den Behörden, dem mit dem Projekt betrauten Planungsbüro und der Sektion gesucht. „Ich stieß leider auf taube Ohren. Meine Vorschläge einer Kanalableitung Richtung Hochzirl bzw. der Planung einer Variante östlich des Erlsattels wurden verworfen“, bedauert Reinhart.

„Die Planung ist eingereicht, ich greife der Beurteilung der Sachverständigen nicht vor“, sagt Klaus Oberhuber, Vorsitzender der AV-Sektion Innsbruck. „Ein Kanal würde 1,5 Mio. statt 250.000 € kosten und nicht gefördert.“ Eine alternative Situierung werde man bei einer Begehung erörtern.

Der Zirler Bürgermeister Thomas Öfner - die Gemeinde ist Grundbesitzer - kennt die Einwände. „Sie werden gerade bearbeitet“, sagt er. „Wir müssen schauen, dass sich die Gemeinde im Sinne einer guten Lösung im Behördenverfahren entsprechend positioniert.“ Das Planungsbüro wollte sich nicht äußern.

Peter Freiberger
Peter Freiberger

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Frauen-Fußball-WM
2:0! Italien schaltet im WM-Achtelfinale China aus
Fußball International
„Bin verantwortlich“
Italiens U21-Coach Di Biagio hört nach EM-Aus auf!
Fußball International
Celtic Glasgow lockt
Rapid droht der Verlust von Abwehr-Ass Bolingoli!
Fußball National
„Heimtückische“ Tat
Ex-Partnerin (50) erstochen: Lebenslange Haft!
Niederösterreich
Völlig jenseitig!
Kurios! Suarez will Elfer nach Goalie-„Handspiel“!
Fußball International
Nachfolger von Sarri
Wird ER bald als neuer Chelsea-Coach präsentiert?
Fußball International
Tirol Wetter
18° / 36°
heiter
17° / 35°
heiter
16° / 34°
heiter
17° / 36°
heiter
16° / 36°
heiter

Newsletter