10.05.2019 21:55 |

Video sorgt für Wirbel

Rassismusvorwürfe gegen Feministin Alice Schwarzer

Am Rande einer Tagung am Freitag, die sich mit dem muslimischen Kopftuch beschäftigte, hat ein Handyvideo für Empörung gesorgt - siehe Video oben. Mehrere Clips im Netz zeigen die Feministin Alice Schwarzer während einer hitzigen Diskussion mit einer muslimischen Demonstrantin. Während Schwarzers Äußerungen von vielen als rassistisch kritisiert werden, sieht sie sich einer Diffamationskampagne ausgesetzt.

Auf dem Weg zur Diskussionsveranstaltung, die in Frankfurt stattfand, kommt Schwarzer direkt an einer Gruppe muslimischer Demonstrantinnen vorbei. Sie rufen und winken. Die Feministin berührt eine der Frauen leicht am Arm. Dann eskaliert die Situation.

„Dachte, nur ein Mann darf Sie nicht anfassen!“
„Fassen Sie mich nicht an! Ich zeige Sie gleich an!“, wehrt die Frau die Berührung ab. Alice Schwarzer reagiert, indem sie ausruft: „Ich dachte, nur ein Mann darf Sie nicht anfassen!“ Die Demonstrantin fragt überrascht nach. „Was haben Sie gerade gesagt?“ 

Schwarzer: „Ich staune, wie ihr die Tatsachen verdreht“
In den sozialen Netzwerken wird Schwarzer nun Rassismus vorgeworfen. Kritiker finden ihre Äußerungen respektlos und diskriminierend. Diverse deutsche Medien berichten ebenfalls kritisch über den Vorfall. Schwarzer hingegen rechtfertigt sich in einem Twitter-Posting und wirft den Demonstrantinnen vor, sie zu diffamieren. „Ich staune, wie ihr die Tatsachen verdreht.“ Sie sei die Einzige gewesen, die zu den Demonstrantinnen gegangen war, um mit ihnen zu reden. Die Reaktion darauf missfällt ihr jedoch sehr.

„Falsche Toleranz“
Auf der vieldiskutierten Konferenz in Frankfurt hat Schwarzer gesagt, dass jeder, der das Kopftuch kritisiere, angefeindet werde. Dies spiele jedoch nur den Rechtspopulisten in die Karten. In Deutschland habe sich eine „falsche Toleranz“ und eine „verordnete Fremdenliebe“ entwickelt.

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