07.05.2019 12:00 |

Schwerpunktkontrollen

28 Luxuskarossen mit illegalen Radarblockern

Zahlungskräftige Autobesitzer gehen augenscheinlich vermehrt dazu über, ihre Fahrzeuge mit Radar- und Laserblockern auszustatten, um die Messgeräte der Polizei zu blenden und so Verkehrsstrafen zu entgehen. Doch die Tiroler Exekutive schlägt zurück: Seit Mitte Februar wird dahingehend verstärkt kontrolliert. Bisher konnten 28 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden, an denen solche illegalen Geräte angebracht werden. „Die Kontrollen gehen weiter“, warnt die Polizei.

„Seit dem Jahr 2017 dürfen aufgrund einer neuen Bestimmung im Kraftfahrgesetz Geräte oder Gegenstände, mit denen technische Einrichtungen zur Verkehrsüberwachung beeinflusst oder gestört werden können, weder an Kraftfahrzeugen angebracht noch in solchen mitgeführt werden. Verantwortlich sind sowohl der Lenker als auch der Zulassungsbesitzer“, heißt es vonseiten der Tiroler Verkehrspolizei. Dazu zählen unter anderem eben auch so genannte Radar- oder Laserblocker.

Bis zu 5000 Euro Strafe drohen
Wer gegen diese Bestimmung verstößt, muss mit einer hohen Geldstrafe von bis zu 5000 Euro rechnen. Zudem werden die illegalen Geräte beschlagnahmt. „Die Polizei verhindert die Weiterfahrt so lange, bis der Lenker oder ein beigezogener Fachmann die technischen Geräte ausgebaut hat“, so die Ermittler.

Bisher 28 verbotene Geräte sichergestellt
Nach Abschluss einer speziellen Ausbildung führen Beamte der Tiroler Polizei seit Mitte Februar derartige Schwerpunktkontrollen durch. Bilanz: Bisher wurden 28 illegale Laser- bzw. Radarblocker beschlagnahmt. Vier allein am vergangenen Wochenende auf der Inntalautobahn bzw. auf der Zillertalstraße.

Vorwiegend hochpreisige Pkw betroffen
Auffallend: Laser- bzw. Radarblocker wurden bisher vor allem bei hochpreisigen Fahrzeugen der Marken Mercedes, Lamborghini, Porsche, Audi, VW, Alfa Romeo und Ford entdeckt. Einige Lenker waren sofort geständig, andere wiederum suchten zunächst nach Ausreden und zeigten erst dann Einsicht, als sie feststellen mussten, dass die Beamten über die eingebaute Technik bis ins kleinste Detail Kenntnis hatten.

Die Polizei kündigt an, dass derartige Schwerpunktkontrollen im ganzen Land weiter fortgesetzt werden. „Es wird ausdrücklich davor gewarnt,derartige technische Einrichtungen in Fahrzeuge einzubauen“, so die Ermittler.

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