Eine oder drei Kranke:

Gibt es eine Behörden-Lücke bei Masernfällen?

Da rauchen gerade die Köpfe beim Land OÖ und der OÖGKK! Wo sind zumindest drei Masernpatienten geblieben, die heuer bei der Gebietskrankenkasse wegen der hochansteckenden Krankheit gemeldet waren? Masern sind behördlich meldepflichtig. Und jener Fall, der beim Land erfasst ist, ist nicht in der OÖGKK-Statistik.

„Wir können nur mutmaßen, wie diese Diskrepanz zustande gekommen ist. Es kann sein, dass es sich um landesgrenzüberschreitende Pendler handelt, die etwa in der Steiermark oder Salzburg leben und bei uns in Oberösterreich versichert sind“, sagt Pressesprecher Gregor Smejkal von der Gebietskrankenkasse OÖ.

Sanitätsdirektor verspricht Aufklärung
Nach dem heutigen Feiertag will man sich die Fälle genauer ansehen. Oberösterreichs Landessanitätsdirektor Georg Palmisano hat zwar „Mut zur Lücke“, will aber wissen, warum drei meldepflichtige Masernfälle statistisch nicht aufscheinen. Auch er verspricht Aufklärung am Donnerstag.

Offiziell war nur eine Georgierin krank
Der einzige offizielle Masernfall in OÖ des heurigen Jahres war eine Touristin aus Georgien, die im Februar auf Verwandtenbesuch in Linz war, hier erkrankte und dann wieder heimreiste. Dieser Fall ist aber nicht in der OÖGKK-Statistik, da die Georgierin nicht hier bei uns versichert ist.

Impfpflicht für Pädagogen möglich
Aufgekommen ist das Rätselraten bei einer Fachtagung bei der Gebietskrankenkasse rund um „Masernpartys“. Dabei kam bei der Diskussion die Frage auf, ob - wie bei Spitalspersonal - auch für Pädagogen in Kindergärten und Schulen eine Impfpflicht möglich wäre. „Das ist rechtlich möglich“, erläuterte Alois Birklbauer, Vorstand des Strafrechtinstituts an der Linzer Uni. Dies auf kindergarten- oder schulpflichtige Kinder auszudehnen sei schwierig.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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