Altbischof aufgebahrt

Abschied von großartigem Mensch und Brückenbauer

Oberösterreich
06.02.2026 17:31

Hunderte Trauernde nahmen am Freitag in der Turmkapelle im Linzer Mariendom Abschied von Altbischof Maximilian Aichern. Seine Wertschätzung, Güte, Offenheit und sein Engagement hinterließen bei vielen Bürgern und Gläubigen bleibende Eindrücke. Bis zum Requiem am Samstagmittag kann man sich noch von ihm verabschieden.

Du warst der Bischof der Herzen, auch meines Herzens. Voller Hochachtung konnte ich zu Dir aufschauen, auch wenn ich immer das Gefühl hatte, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen!“ Was in einem der zahlreichen Einträge in den drei Kondolenzbüchern so treffend formuliert ist, haben viele, die Altbischof Maximilian Aichern persönlich kannten, ebenso erlebt.

Soziales im Vordergrund
Von einem gütigen Gottesmann ist die Rede – einer, für den das Wohl der Menschen, die Nähe zu ihnen und das Soziale über allem anderen stand.

Bei der Weihe von Manfred Scheuer
Bei der Weihe von Manfred Scheuer(Bild: Kerschbaummayr Werner)
Drei Kondolenzbücher voller Einträge
Drei Kondolenzbücher voller Einträge(Bild: Horst Einöder/Flashpictures)

Seiner Zeit weit voraus
Mit scharfem Verstand und beneidenswertem Gedächtnis ging er bis ins hohe Alter auf seine Mitmenschen zu, war Vorbild, Seelsorger und als Bischof seiner Zeit weit voraus.

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Er hat mich erst vor Kurzem angerufen, als mein Ehemann, der im Vikariat gearbeitet hat, verstorben ist. Auf der Straße hat er mich immer mit Namen gegrüßt

Doris Walaschek

Hunderte Trauernde
Umso weniger verwunderlich der große Andrang im Mariendom. Dort hat die Öffentlichkeit noch bis heute, Samstag, die Gelegenheit, sich persönlich vom Altbischof zu verabschieden. In stiller Trauer traten im Laufe des Freitags unzählige Besucher von nah und fern in die Turmkapelle ein, wo der Seelenhirte aufgebahrt ist.

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Maximilian hat Gott und die Menschen geliebt, und umgekehrt war es wohl auch so. Er hat immer eine Offenheit ausgestrahlt, das haben die Leute sehr  geschätzt.

Josef Stockinger

Ließ sich nicht beirren
Noch lange nach seinem Rücktritt 2005 war Aichern regelmäßig mit seiner Aktentasche unterwegs gewesen, um sich für seine Mitmenschen einzusetzen. Durch seine herzliche, einfühlsame Art hinterließ er bleibende Eindrücke: Er setzte sich für Arbeitslose, Geflüchtete und sozial Schwache ein, ließ sich niemals beirren. So lautet ein Eintrag dazu: „Danke für Ihr Durchhaltevermögen, auch bei starkem Gegenwind.“

Feierliches Requiem zu Mittag
Heute haben Gläubige noch zwischen 8 und 12 Uhr die Gelegenheit zur Verabschiedung, bevor um 12 Uhr das Requiem folgt, dem Bischof Scheuer vorsteht. 

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