Betriebsverlängerung:

Stelzer will mit Südböhmen über Temelin reden

LH Thomas Stelzer (ÖVP) will die in der „Krone“ thematisierte Debatte über Alterserscheinungen und Sicherheitsdefizite in Temelín, dessen Betriebsgenehmigung nächstes Jahr wieder verlängert werden soll, nicht auf sich beruhen lassen. Er will ein Treffen mit einer südböhmischen Delegation nutzen, um die Atom-Sorgen anzusprechen.

Die Einigkeit in Oberösterreich gegen die Nutzung der Nuklearenergie will der Landeshauptmann betonen: „Der Kampf gegen Atomkraft ist unser gemeinsames Ziel und da passt auch kein Blatt Papier zwischen den Parteien in Oberösterreich“, sagt er.

Stelzer spricht mit südböhmischer Delegation
Und Stelzer knüpft an die aktuelle „Krone“-Berichterstattung über die anstehende Verlängerung der Betriebsgenehmigung in Temelin an, wo es weiterhin Sicherheitsdefizite gibt und Alterserscheinungen sichtbar werden: „Ich werde auch den Besuch einer südböhmischen Delegation im Mai nutzen, um auf diese Problematik hinweisen.“ Am 16. und 17. Mai finden nämlich gemeinsame Feierlichkeiten in Linz zum Jubiläum „30 Jahre Fall des Eisernen Vorhangs“ statt.

Starkes Anti-Atom-Signal Richtung Brüssel
Auch die Europawahl sei eine Richtungsentscheidung in Sachen Atomkraft, ruft Stelzer dazu auf, ein starkes Signal Richtung Brüssel zu senden. Er meint damit die Unterstützung von Oberösterreichs ÖVP-Kandidatin Angelika Winzig, die nun auch eine Unterschriften-Aktion (Online-Petition unter www.neinzuatom.at) gegen Atommüll-Endlager „an der oberösterreichischen Grenze“ gestartet hat.

Radioaktiver Müll gefährdet Sicherheit
„Es kann nicht sein, dass Tschechien seinen Atommüll an der oberösterreichischen Grenze abladen will. Dagegen werden wir mit aller Vehemenz kämpfen“, betont Winzig.  „Der Ausbau der Atomkraft sowie radioaktiver Müll stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar, das wir verhindern müssen. Wir brauchen einen gemeinsamen Kraftakt auf allen Ebenen, um die tickenden Zeitbomben an der Grenze zu Oberösterreich zu entschärfen“, so die ÖVP-Politikerin.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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Montag, 18. Oktober 2021
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