Nach China-GP

Aufruhr bei Ferrari: Ein feuriger Machtkampf

Formel 1
16.04.2019 05:30
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Bei Ferrari herrscht nach dem Grand Prix in Schanghai wieder dicke Luft. Die Stallorder beweist, dass Sebastian Vettel noch immer die Nummer eins im Team ist - aber wie lange hält er dem Druck von Leclerc noch stand?

Während Mercedes nach dem Doppelsieg von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas in China seine Vormachtstellung unterstrich, wird die Lage bei Ferrari immer explosiver. Nicht nur, weil die „Roten“ erneut hinterherfuhren. Der interne Machtkampf gießt zusätzlich Öl ins Feuer

Die erneute Stallorder, die Sebastian Vettel an Charles Leclerc vorbeiziehen ließ, sorgt für Unruhe. „Es war schwer, die Order auszugeben“, räumte Ferrari-Teamchef Mattia Binotto ein, „ich muss Charles dafür danken, wie er sich verhalten hat.“ Kein Wort darüber, dass Leclerc seinen Unmut über die Entscheidung im Auto deutlich gemacht hatte.

Nerven sind strapaziert
 Vettel selbst reagierte dünnhäutig auf die Fragen nach der Bevorzugung seines Rennstalls. Wohl auch, weil er derzeit trotz allem keine Chance hat, mit Mercedes um die WM zu kämpfen. Schon jetzt trennen Hamilton und Vettel 31 Punkte. Nach vier vergeblichen Anläufen auf den WM-Titel mit Ferrari sind die Nerven des Deutschen schon wieder extrem strapaziert.

Jetzt droht sich der vierfache Champion im Duell um die Vorherrschaft im eigenen Team zu zerreiben. Denn der Druck, den Leclerc ausübt, ist enorm: Der Monegasse liegt nur einen Punkt hinter Vettel auf WM-Rang fünf. Trotz zweimaliger Stallorder.

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