16.04.2019 11:30 |

Mühlengesellschaft

„Tiroler Krone“schließt Stammbaumlücke

Viel Mehlstaub im positiven Sinne hat der „Tiroler Krone“-Artikel vom 17. März über den Obmann der Tiroler Mühlengesellschaft, Hans Glatzl, aufgewirbelt: Unzählige Kontaktaufnahmen von Tiroler Mühlenfreunden und eine sensationelle persönliche Entdeckung waren die Folge: Der Haiminger fand seine Wurzeln!

Der Obmann der Tiroler Mühlengesellschaft und selbst Mühlenbesitzer, der Haiminger Hans Glatzl, war im „Krone“-Telefonat nahezu außer sich: „Dass ein Artikel so viel bewirken kann, habe ich mir nicht gedacht“. Zur Erinnerung: Glatzl arbeitet gerade daran, Tirols Mühlen digital auf einer Landkarte zu erfassen. Und zwar sowohl bestehende, als auch historische, die vollkommen von der Bildfläche verschwunden sind. Er wandte sich an die „Krone“-Leser mit der Bitte, ihm historisches Material oder Informationen über alte Mühlen zukommen zu lassen.

Persönliche Sensation
„Am selben Abend, als der Artikel erschien, bekam ich bereits Besuch von Raimund Scheiter, dem Dorfchronisten von Pfons im Wipptal“, berichtet Glatzl, „er übergab mir gleich eine ganze Mappe mit Infos über alle Mühlen im Dorf“. Beim Studium der Unterlagen stieß der Haiminger auf eine persönliche Sensation, wie er es selbst bezeichnete: Glatzl betreibt Ahnenforschung, die allerdings eine Lücke aufwies. Über den Verbleib seines Ur-Ur-Ur-Großvaters Martin Glatzl war er im Ungewissen. Er wusste nur, dass er Müller war. Da kam ihm beim Durchsehen der Mappe die „Stoachermühle“ in Pfons zwischen die Finger. Besitzer: Martin Glatzl, wohnhaft in Ellbögen. Das war sein Ur-Ur-Ur-Großvater, somit ist die Ahnenlücke geschlossen. Wenige Tage später reiste der Entdecker voller Neugier ins Wipptal und fand tatsächlich die „Stoachermühle“ und den „Stoacherhof“, wo sein Ahne gewohnt hatte. Die Mühle ist allerdings nicht mehr in Betrieb. Glatzl: „Dieser Lückenschluss ist für mich und meine ganze Familie viel wert“.

Unzählige Reaktionen
Abseits vom privaten Glück war der Mühlenfan von den Reaktionen via E-Mail und Telefon überwältigt: „Der Ortschronist von Telfs, Leute aus Alpbach, Trins, Mils bei Hall, Kitzbühel, Osttirol, Brandenburg oder Volders haben mit mir Kontakt aufgenommen“. Es sei ein neues Netzwerk entstanden, das ihm seine akribische Arbeit der Mühlenkarte extrem erleichtert und den Kontakt untereinander ankurbelt. Für einen Journalisten zweifellos nicht weniger erfreulich!

Hubert Daum, Kronenzeitung

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