Leclerc lässt hoffen

Ferrari lächelt wieder: „Wir lieben Charles!“

Formel 1
31.03.2019 10:14
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Erste Poleposition für Charles Leclerc, erste Pole auch für Monaco - Ferrari jubelt im Wüstenemirat Bahrain. Mit 21 Jahren und 166 Tagen ist Leclerc, der in Australien noch zur klaren Nummer 2 degradiert worden war, nun der zweitjüngste Pilot, der einen Grand Prix von der besten Startposition aus in Angriff nimmt.

1:27,866 Minuten - Charles Leclerc konnte sich seine Premieren-Pole gleich mit einem neuen Streckenrekord versüßen. „Ich wusste, dass ich in Australien im Qualifying nicht richtig in Tritt gekommen war“, sagte der Monegasse, der heute seinen erst 23. Grand Prix bestreiten wird. „Und diese Fehler wollte ich hier nicht noch einmal begehen. Es war verdammt hart, und ich bin jetzt überglücklich.“

Grenzenloser Jubel natürlich im „roten“ Lager, zumal Sebastian Vettel als Zweiter für den 62. „Front-Row-Lock-out“ für Ferrari sorgte, man damit die bisherige Bestmarke von Williams und McLaren egalisierte. „Ich war vielleicht im zweiten Sektor nicht mutig genug, aber ich bin happy, dass es noch zur ersten Reihe gereicht hat“, sagte Vettel und richtete sportlich fair seine Gratulationen an den Teamkollegen: „Charles hat einen Superjob gemacht, aber ich bin definitiv glücklich darüber, dass unser Auto wieder den Speed gefunden hat.“

Was sagt die Politik?
 Schafft der Ferrari-Youngster auf dem Sakhir International Circuit heute gar die Supersensation und fährt seinen ersten Grand-Prix-Sieg ein? Da heißt es abwarten, wie die Ferrari-Politiker um CEO Louis Camilleri und Teamchef Mattio Binotto entscheiden. In Melbourne durfte Leclerc auch als viel schnellerer Pilot nicht an Vettel vorbei.

Immerhin fand Binotto lobende Worte: „Bravo, Charles - wir werden ihn lieben, genau so, wie wir auch Sebastian lieben. Eine tolle Leistung! Und es wird nicht seine letzte bleiben!“

Nicht unschlagbar
 Nachdenkliche Mienen dagegen bei Mercedes. „Das war ernüchternd, das müssen wir jetzt erst einmal verdauen“, sagte Teamchef Toto Wolff, der davon ausging, dass Ferrari auf den Geraden einen Power-Vorteil hat. „Da hinken wir nach.“ Kämpferisch zeigte sich Fünffach-Weltmeister Lewis Hamilton. „Auch wenn es zwischen mir und Sebastian sehr eng war, muss ich sagen, dass Ferrari einen unglaublichen Speed hat. Aber das allein bedeutet nicht, dass sie unschlagbar sind.“

Richard Köck, Kronen Zeitung

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