20.03.2019 15:00 |

Eine Mio. € Förderung

Wiener Bezirke prüfen Schulwege auf Todesfallen

Wo sind unsere Kinder in Gefahr, auf welchem Schulweg versteckt sich eine Todesfalle? Im Auftrag von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) müssen sich die Wiener Bezirke vor den Schulen auf die Suche nach Gefahrenzonen machen. Für die Entschärfung der Stellen steht eine Zusatzmillion zur Verfügung.

Maria Vassilakou hat deswegen einen Brief an die Bezirksvorsteher geschickt. Auslöser war die Tragödie rund um einen Buben, der von einem Lastwagen getötet wurde. Die Noch-Vizebürgermeisterin will deswegen die Verkehrssituation verbessern: „In diesen Verfahren werden Sie – nachdem Sie die Situation in Ihrem Bezirk am besten kennen – maßgeblich eingebunden“, heißt es in dem Schreiben.

Kontrolle von 245 Schulwegen als Ziel
Das Ziel: Auf den 245 Schulwegen im Umkreis der Lehranstalten soll jede Kreuzung, jede Ampel, jede Fußgängerquerung und jeder Zebrastreifen kontrolliert werden. Wo es Todesfallen gibt, werden Maßnahmen wie Tempo 30 oder autofreie Schulstraßen diese entschärfen. Da die Aktion in die Kompetenz der Bezirke fällt, geht es gar nicht ohne sie.

Vassilakou kritisiert in ihrem Brief auch Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), dem beim Abbiegeassistenten eher der Weitblick fehlt. Vassilakou: „Hofer lehnt die verpflichtende Einführung und eine Förderung ab.“

Wie berichtet, reagiert die Wiener FPÖ, indem sie die Wiener Mobilitätsagentur vom Stadtrechnungshof prüfen lassen will. Das Geld solle in die Schulwege fließen.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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