Diagonale 2010

147 Filme, hohe Qualität – aber weniger Geld

Steiermark
05.03.2010 15:44
Das Grazer Festival Diagonale bietet Filmfreunden auch heuer wieder ein pralles Programm. Die Bestandsaufnahme des österreichischen Films umfasst gut 100 Produktionen im Wettbewerb. Inklusive aller Sonderreihen kann man sich vom 16. bis 21. März in den vier Grazer Festivalkinos an insgesamt 147 Filmen erfreuen.

Die Qualität des österreichischen Films soll einmal mehr unter Beweis gestellt werden - auch wenn das Festival heuer weniger Geld hat, wie Intendantin Barbara Pichler betont. Nicht einmal 1,2 Millionen Euro stehen der Leistungsschau des österreichischen Filmschaffens heuer zur Verfügung, das sind um 50.000 Euro weniger als im vergangenen Jahr - eine Einbuße, die bei ständig wachsenden Kosten schmerzhaft ist.

Altbekanntes und viel Neues
Umso erfreulicher ist die Dichte des Programms. Neben großen Filmen und bekannten Namen wie Hanekes "Das weiße Band", Frimmels "La Pivellina" und Hausners "Lourdes" sind auch viele Entdeckungen zu finden. Allein von den elf Kurzspielfilmen sind neun österreichische Erst- oder Uraufführungen.

Wieder wurden heuer mehr Dokumentationen als Experimentalfilme eingereicht, eine Tendenz, die sich in den vergangenen Jahren schon bemerkbar gemacht hat. Und die Dokumentationen werden immer länger. Dennoch sind den Animations- und Experimentalfilmen vier Programme gewidmet, die sowohl auf arrivierte Künstler zurückgreifen, als auch Neues zeigen.

"Spektrum" und Specials
Erfolgreich ist auch die Schiene "Spektrum", in der Filme mit geringem finanziellen, aber hohem kreativen Input aus Österreich zu sehen sind. Zudem stehen verschiedene Specials an, die sich neben Peter Schreiner und Romualds Karmakar, dem nahezu vergessenen Kameramann Günther Krampf und dem Filmer Mansur Madavi widmen.

170.000 Euro für die Gewinner
Ein breit gestreutes Rahmenprogramm mit Schulvorstellungen, Diskussionen, Publikumsgesprächen, Webnotizen, der Nightline und Ausstellungen rundet das Diagonale-Angebot ab. Und natürlich werden auch heuer wieder am vorletzten Tag des Filmfestivals im Rahmen einer feierlichen Gala die Diagonale-Preise im Gesamtwert von 170.000 Euro vergeben.

Daten und Fakten

  • Die Diagonale 2010, das Festival des österreichischen Films, flimmert von 16. bis 21. März in Graz im KiZ-Royal, Filmzentrum Rechbauer, UCI Annenhof und Schubertkino über die Leinwände.
  • Karten gibt es heuer erstmals telefonisch mit Kreditkarte zu bestellen (0800/664-080). Der Vorverkauf startet am Samstag im Café Promenade und im Festivalzentrum im Kunsthaus Graz (bis 16. März, 10 bis 18 Uhr).
  • Die Eröffnung findet am 16. März um 19.30 Uhr in der Grazer List-Halle mit dem Film "Der Kameramörder" von Robert A. Pejo statt.

von Michaela Reichart ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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