Die Qualität des österreichischen Films soll einmal mehr unter Beweis gestellt werden - auch wenn das Festival heuer weniger Geld hat, wie Intendantin Barbara Pichler betont. Nicht einmal 1,2 Millionen Euro stehen der Leistungsschau des österreichischen Filmschaffens heuer zur Verfügung, das sind um 50.000 Euro weniger als im vergangenen Jahr - eine Einbuße, die bei ständig wachsenden Kosten schmerzhaft ist.
Altbekanntes und viel Neues
Umso erfreulicher ist die Dichte des Programms. Neben großen Filmen und bekannten Namen wie Hanekes "Das weiße Band", Frimmels "La Pivellina" und Hausners "Lourdes" sind auch viele Entdeckungen zu finden. Allein von den elf Kurzspielfilmen sind neun österreichische Erst- oder Uraufführungen.
Wieder wurden heuer mehr Dokumentationen als Experimentalfilme eingereicht, eine Tendenz, die sich in den vergangenen Jahren schon bemerkbar gemacht hat. Und die Dokumentationen werden immer länger. Dennoch sind den Animations- und Experimentalfilmen vier Programme gewidmet, die sowohl auf arrivierte Künstler zurückgreifen, als auch Neues zeigen.
"Spektrum" und Specials
Erfolgreich ist auch die Schiene "Spektrum", in der Filme mit geringem finanziellen, aber hohem kreativen Input aus Österreich zu sehen sind. Zudem stehen verschiedene Specials an, die sich neben Peter Schreiner und Romualds Karmakar, dem nahezu vergessenen Kameramann Günther Krampf und dem Filmer Mansur Madavi widmen.
170.000 Euro für die Gewinner
Ein breit gestreutes Rahmenprogramm mit Schulvorstellungen, Diskussionen, Publikumsgesprächen, Webnotizen, der Nightline und Ausstellungen rundet das Diagonale-Angebot ab. Und natürlich werden auch heuer wieder am vorletzten Tag des Filmfestivals im Rahmen einer feierlichen Gala die Diagonale-Preise im Gesamtwert von 170.000 Euro vergeben.
Daten und Fakten
von Michaela Reichart ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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