Im September war der 47-Jährige verhaftet worden, weil er 222.000 Euro bei einem Grazer Pfandleiher veruntreut und dann verspielt hatte. Kaum aus der U-Haft entlassen, bewarb sich der Mann bei einem Juwelier - und bediente sich gleich im Tresor. 17.000 Euro landeten wieder in diversen Automaten.
Kellner bestochen und trotz Verbot gespielt
"Ich habe leider einen Rückfall gehabt. Tut mir sehr leid. Ich verstehe, dass ich eine Strafe verdiene", versuchte es der 47-Jährige reuig vor dem Grazer Straflandesgericht. "Über Sie war doch ein Spielverbot verhängt worden", wundert sich Richter Gernot Patzak. "Es gab ein kleines Trinkgeld für die Kellner, und ich durfte trotzdem spielen."
Staatsanwalt Arnulf Rumpold fordert wegen Tatbegehungsgefahr die sofortige Verhängung der U-Haft. "Sie tun es ja wieder, sobald Sie die Möglichkeit dazu haben", meint Rumpold. Das Urteil: drei Jahre Haft plus Widerruf einer bedingten Strafe von eineinhalb Jahren. Der Angeklagte nahm das Urteil am Mittwoch an.
von Eva Molitschnig ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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