Fit für die Formel 1

Schanghai eröffnet neue Rennstrecke

Sport
05.06.2004 16:48
Bislang ist Chinas brandneue Formel-1-Strecke in der Hafenmetropole Schanghai eine Erfolgsgeschichte: In einer Rekordzeit von gut 18 Monaten fertig gestellt, wird sie schon jetzt als modernste, aufwändigste und technisch anspruchsvollste Rennstrecke der Welt bezeichnet. Vor der feierlichen Eröffnung der Rennstrecke am Sonntag sind die Beteiligten voller Zuversicht. "In ein paar Jahren wird man die Formel 1 in einem Atemzug mit Schanghai nennen", sagt Jin Jianzhong, Direktor des Jiading-Distrikts, in dem die Strecke liegt.
Schiefgehen darf nichts. Das Einweihungswochenendeist eine Art Generalprobe für das am 26. September geplanteFormel-1-Rennen. Die letzte Schicht Asphalt ist auf die 5,4 Kilometerlange Strecke aufgebracht, rote Fahnen beflaggen seitlich dieAutobahn, die zur Rennstrecke außerhalb der Stadt führt."6. Juni 2004 - Der erste Schritt zur Formel 1" steht darauf.Die Experten des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) inspizierendieser Tage die Strecke ein letztes Mal. Geben sie wie erwartetGrünes Licht, kann es endlich losgehen. 
  
Auch Gerhard Berger vor Ort 
Formel-1-Weltmeister Ferrari, in China das Sinnbilderfolgreichen Rennsports, bringt extra vier seiner Top-Rennwagenin die Stadt und wird das Wochenende dazu nutzen, einen Showroomfeierlich zu eröffnen. Nachdem der sechsmalige Champion MichaelSchumacher abgesagt hat, wird der österreicherische Ex-RennfahrerGerhard Berger eine Eröffnungsrunde auf dem neuen Circuitdrehen; Ferrari-Teamchef Jean Todt macht ebenfalls seine Aufwartung.Außerdem soll eine Flotte von über 60 der schönstenFerrari und Maserati-Sportwagen auf Schanghais Straßen paradieren,und Ferrari-Eigentümer werden Gelegenheit haben, die futuristischeRennstrecke gleich selbst auszuprobieren. 
  
Eigenes Formel-1-Team im Entstehen 
Seit Juli vergangenen Jahres hat sich China auchdarangemacht, langfristig ein eigenes Formel-1-Team auf die Beinezu stellen. Drei junge Renntalente sind bereits gefunden und sammelnerste Erfahrungen auch im Ausland. Als Sponsor wurde ein Reifenproduzentaus Singapur verpflichtet. Knapp zehn Millionen US-Dollar sollenüber die nächsten drei Jahre in den Aufbau eines Teamsfließen. "Irgendwann werden wir eigene Rennfahrer und eineigenes Team haben", sagt Yu Zhifei, Vize- Chef der SchanghaierStrecke. Oder wie es kürzlich Formel-1-Chef Bernie Ecclestoneformulierte: "Unter 1,3 Milliarden Menschen muss es einfach einengeeigneten Fahrer geben." 
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