23.02.2019 12:58 |

Drama mit Kidman

Wenn „Der verlorene Sohn“ schwul ist

Jared (Lucas Hedges, grandios in „Manchester By The Sea“ und zuletzt in „Ben Is Back“), Sohn eines Baptistenpredigers (Russell Crowe) in Arkansas, soll in einem religiös fundierten Umerziehungsprogramm seine scheu geoutete Homosexualität ausgetrieben werden. Die unmenschlichen Therapieexzesse, zu denen der „Sündige“ von seiner Mutter (Nicole Kidman) begleitet wird, bringen den 19-Jährigen an den Rand der Verzweiflung.

Mit Starbesetzung erzählt Joel Edgerton („The Gift“) in seiner zweiten Regiearbeit die Geschichte von Garrard Conley, der sein Martyrium im Rahmen einer Reorientierungstherapie in dem Buch „Boy Erased“ niederschrieb.

Verstörend dieser Kampf gegen die eigene sexuelle Identität angesichts eines Tribunals engstirniger reaktionärer Überzeugungstäter, die im Glauben, schwul sein sei eine behandlungsbedürftige Störung, agieren. Ein Film wie ein Faustschlag in die Magengrube - bestürzend und beklemmend.

Kinostart von „Der verlorene Sohn“: 21. Februar.

Christina Krisch, Kronen Zeitung

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