Sa, 23. März 2019
19.02.2019 14:50

Aufstieg im Visier

Rapid nach Mailand: „Nicht weil Essen so gut ist“

Rapid hat den Aufstieg in der Fußball-Europa-League nicht abgeschrieben. „Wir fliegen dort nicht hin, weil im Flieger der Kornspitz so gut schmeckt oder das italienische Essen so gut ist. Ich denke, dass es nicht unmöglich ist, vielleicht eine Überraschung zu schaffen“, sagte Rapid-Tormann Richard Strebinger zwei Tage vor dem zweiten Duell mit Inter Mailand am Donnerstag.

Es wäre eine Riesensensation, sollten die Wiener im Duell mit dem 18-fachen italienischen Meister den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel noch drehen können. „Natürlich fliegen wir dort nicht hin als Favorit, das ist jedem klar“, betonte Strebinger. Die Wiener fiebern dem Auftritt im Giuseppe-Meazza-Stadion entgegen. „Dort zu spielen ist natürlich etwas Besonderes. In dem Stadion war ich noch nie, umso schöner ist es, dass es nicht ein Freundschaftsspiel ist“, erläuterte der seit vergangener Woche 26-Jährige.

„Da prickelt‘s schon“
Eine spezielle Vorbereitung auf das Duell in der „Fußball-Kathedrale“ gibt es für ihn nicht. „Wenn das Abschlusstraining in so einem Stadion ist, dann merkst du, es prickelt schon, da brauchst du dich nicht viel einstellen, nicht viel motivieren. Es wird uns allen einfach Spaß machen“, verlautete der einmalige ÖFB-Teamtormann.

Ausgerechnet in Mailand feiert Strebinger am Donnerstag ein kleines Jubiläum, steht er doch zum 20. Mal für die Hütteldorfer im Europacup im Kasten. Seine Bilanz ist mit sieben Siegen, drei Remis und neun Niederlagen leicht negativ. Um die zu verbessern wird eine Glanzleistung nötig sein.

„Als Team auffangen“
„Man hat im Hinspiel schon gesehen, dass ihre Spieler eine hohe individuelle Klasse haben. Vor allem wenn ich an Perisic denke, im Eins gegen Eins, wo man nicht einmal sieht, ob er ein Links- oder Rechtsfuß ist. Sie haben schon das gewisse Etwas, aber wir können das als Team auffangen. Das haben wir am Donnerstag schon gezeigt“, blickte Strebinger optimistisch nach vorne. Nötig sei gegen elf Menschen, die auch schlagbar seien, eine Leistung wie in der zweiten Hälfte im Allianz Stadion.

„Wichtig ist, dass wir alle mutig auftreten und ich bin überzeugt, dass das Trainerteam die richtige Worte finden wird und wir als Spieler uns gegenseitig so einstellen werden, dass wir dort mutig auf dem Platz stehen“, gab der bis Sommer 2022 an Rapid gebundene Goalie Einblick.

Nicht kopflos
Einen Sturmlauf der Gäste wird man im bestenfalls halbgefüllten San Siro, in dem auch 5.000 Rapid-Fans Platz nehmen werden, nicht zu sehen bekommen. „Natürlich dürfen wir nicht kopflos nach vorne rennen“, sagte Strebinger. Das Wichtigste sei, wieder kompakt zu stehen. „Vorne müssen wir Nadelstiche setzen, und wenn wir zu Chancen kommen, die nutzen“, so der zweifache Familienvater.

Beim jüngsten Rapid-Auftritt in Italien stand er bereits zwischen den Pfosten. Im Herbst 2016 hatte es dank zweier Last-Minute-Tore in der Europa League bei Sassuolo ein 2:2 gegeben. „Ein 2:2 wird nicht reichen. Wenn es 2:2 steht, müssen wir ein drittes Tor nachlegen“, sagte der „Rapidler des Jahres 2018“ schmunzelnd. Matteo Politano hatte damals noch für Sassuolo gespielt, seit vergangenem Sommer spielt er leihweise für Inter.

krone Sport
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