17.02.2019 17:34 |

Willingen-Skispringen

11. Saisonsieg für Kobayashi ++ Kraft nur 10.!

Die ÖSV-Skispringer haben bei der WM-Generalprobe in Willingen kein zusätzliches Selbstvertrauen getankt! Nach dem sechsten Platz im Teambewerb und keinem Top-Ten-Rang am Samstag war Stefan Kraft am Sonntag als Zehnter der bestplatzierte Österreicher. Der Japaner Ryoyu Kobayashi baute mit seinem elften Saisonsieg die Gesamtführung aus.

ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder hatte schon am Vortag angemerkt, dass seine Athleten nicht die optimale Anfahrtsposition gefunden hätten. Über Nacht hatte es auch nicht „klick“ gemacht und so lag Kraft mit 133 und 135 Metern auch deutlich hinter den ersten Verfolgern des überragenden Kobayashi (146/144). Der deutsche Markus Eisenbichler (140/141,5) wurde einmal mehr vom Saison-Dominator besiegt (+21,6 Punkte), der Pole Piotr Zyla (142/137,5) wurde Dritter. Drei Deutsche und drei Polen rangierten unter den Top-7. Daniel Huber (135/138 m) landete bei doch unterschiedlichen Windbedingungen auf der größten Großschanze an der zwölften Stelle, Philipp Aschenwald fiel hingegen im Finale vom neunten auf den 17. Rang zurück (141/129). Michael Hayböck (135/135,5) reihte sich als 20. ein.

Dieses Trio hatte neben Titelverteidiger Kraft die WM-Nominierung bereits längst sicher. Die Entscheidung über die zwei restlichen Plätze fiel dann erst am Abend zwischen Manuel Fettner (am Sonntag 28.), Jan Hörl (42.) und dem wegen eines nicht regelkonformen Anzugs am Sonntag im ersten Durchgang disqualifizierten Gregor Schlierenzauer. Felder hatte angekündigt, alle Sprünge in Willingen und auch die Formentwicklung einzubeziehen. Mehr zu dieser Entscheidung finden Sie HIER!

Kraft zog letztlich ein gemischtes Fazit des Skisprung-Wochenendes in Willingen. „Gott sei Dank ist das Wochenende vorbei. Es ist mir nicht ganz leichtgefallen und hält mich sicher am Boden“, meinte der Salzburger. „Der letzte Sprung hat sich sehr richtig angefühlt. Das gibt mir schon Zuversicht, dass ich mich in den nächsten drei Tagen super vorbereiten kann.“ „Die Vorfreude auf die WM ist riesengroß“, betonte der Gesamtweltcup-Dritte. „Es war ein schwieriger Start in die Saison. Aber mit drei Siegen und vielen Stockerlplätzen ist das mehr, als ich mir im Sommer erwartet habe. Deswegen kann ich befreiter in die WM gehen. Die kommt jetzt sicher zum richtigen Zeitpunkt.“

Ähnlich vernahm sich der Tages-Zwölfte Huber. „Man hat gesehen, dass ich mir am Wochenende ein bisschen schwergetan habe. Der letzte Tag war schon wieder zufriedenstellend, weil es in die richtige Richtung gegangen ist“, sagte der aktuell zweitbeste Österreicher. „Aber ich weiß, dass ich mehr kann. Das möchte ich auf den Heimschanzen zeigen. Ich fühle mich dort sehr wohl und möchte diese Vorfreude mitnehmen.“

Das Ergebnis:
1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 274,4 Punkte (146,0/144,0 m)
2. Markus Eisenbichler (GER) 252,8 (140,0/141,5)
3. Piotr Zyla (POL) 250,0 (142,0/137,5)
4. Richard Freitag (GER) 249,6 (138,0/144,0)
5. Dawid Kubacki (POL) 249,3 (143,0/139,0)
6. Karl Geiger (GER) 243,0 (137,5/138,5)
7. Kamil Stoch (POL) 242,5 (138,4/134,5)
8. Timi Zajc (SLO) 242,2 (140,0/135,5)
9. Johann Andre Forfang (NOR) 240,0 (141,0/134,5)
10. Stefan Kraft (AUT) 237,4 (133,0/135,0)
11. Killian Peier (SUI) 234,8 (134,0/137,5)
12. Daniel Huber (AUT) 234,7 (135,0/138,0)
13. Jewgenij Klimow (RUS )233,1 (133,0/134,5)
14. Halvor Egner Granerud (NOR) 232,2 (133,5/134,5)
15. Robert Johansson (NOR) 228,4 (140,5/130,5)
16. Jakub Wolny (POL) 228,0 (137,0/134,5)
17. Philipp Aschenwald (AUT) 227,1 (141,0/129,0)
18. Junshiro Kobayashi (JPN) 225,8 135,5/137,0)
19. Andreas Wellinger (GER) 224,8 (134,0/134,0)
20. Michael Hayböck (AUT) 223,2 (135,0/135,5)
21. Constantin Schmid (GER) 220,6 (135,5/130,0)
22. Stephan Leyhe (GER) 219,4 (133,0/135,5)
23. Simon Ammann (SUI) 216,7 (133,5/132,5)
24. Roman Koudelka (CZE) 215,4 (131,5/134,5)
25. Antti Aalto (FIN) 215,2 (131,5/135,0)
26. Ziga Jelar (SLO) 212,2 (130,0/133,0)
27. Daiki Ito (JPN) 210,6 (135,0/127,0)
28. Manuel Fettner (AUT) 207,2 (132,0/127,0)
29. Anze Semenic (SLO) 199,6 (133,5/128,0)
30. Maciej Kot (POL) 195,1 (133,5/126,0)

Nicht für das Finale qualifiziert u.a.: 42. Jan Hörl (AUT)
Disqualifiziert im 1. Durchgang (Anzug): Gregor Schlierenzauer (AUT)

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