17.02.2019 20:00 |

Nicht nominiert

Gregor Schlierenzauer muss bei der WM zuschauen!

Es ist für Gregor Schlierenzauer zum Heulen - der Tiroler Rekordadler darf nicht zu seiner Heim-WM! Cheftrainer Andreas Felder nominierte für Seefeld ein ÖSV-Sextett ohne den 29-Jährigen.

„Gregor hätte ganz klar Leistung zeigen müssen. Das hat er leider Gottes, wenn man das Mannschaftsspringen in Lahti ausnimmt, nicht ganz so gebracht, wie wir uns das erwartet haben. Daher haben wir dem jungen Athleten Jan Hörl den Vorzug gegeben“, erklärte Nordisch-Chef Mario Stecher. Damit besteht das WM-Aufgebot Österreichs aus Stefan Kraft, Daniel Huber, Michael Hayböck, Philipp Aschenwald, Manuel Fettner und eben Jan Hörl. Schlierenzauer, der Anfang Februar nach zehnwöchiger Pause in den Weltcup zurückgekehrt war, war mit dem Team in Lahti zwar auf Rang eins gesprungen, kam ansonsten über die Ränge 30 und 42 nicht hinaus. Am Sonntag wurde er wegen eines nicht regelkonformen Anzugs im ersten Durchgang des Willingen-Springens disqualifiziert.

Schlierenzauer äußerte sich noch am Sonntagabend zu seinem WM-Aus. „Es ist im ersten Moment schon bitter, bei einer Heim-WM in Seefeld zuschauen zu müssen. Auf der anderen Seite kann ich mir auch nichts vorwerfen“, meinte der Tiroler. Er danke dem Skiverband für die Unterstützung in dieser Saison. „Wir haben alles versucht. Jetzt bin ich leider noch zu wenig auf meinem Leistungs-Potenzial. Für mich ist es bitter. Ich muss es aber annehmen“, erklärte Schlierenzauer. Die momentane Situation werde aber nicht dazu führen, dass er seine Karriere beende, stellte der 29-Jährige klar: „Ich sehe mich schon noch zwei bis drei Jahre im Spitzensport. Da will ich den Weg weiterführen, mit dem Ziel, noch einmal das volle Potenzial abzurufen und gut Ski zu springen. Ich weiß, dass ich nach wie vor brenne. Alles andere ist eine Frage der Zeit.“

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