Eiskunstlauf

Pluschenko patzt und holt nur Silber – Lysacek siegt

Olympia
19.02.2010 07:41
Der Springerkönig ist besiegt. Nichts ist aus der zweiten olympischen Goldmedaille für den russischen Eiskunstläufer Jewgenij Pluschenko geworden. Der dreifache Weltmeister, der nach dem Kurzprogramm nur 0,55 Punkte Vorsprung auf den US-Amerikaner Evan Lysacek (Bild) hatte, ging am Donnerstagabend bei der Kür in die Knie und musste sich mit Silber begnügen. Den Olympiasieg holte sich mit 257,67 Punkten Weltmeister Lysacek.

Pluschenko hatte nach Olympia-Gold vor vier Jahren in Turin seine Karriere beendet und war erst in diesem Winter aufs Eis zurückgekehrt. Der Verfechter des "Vierfachen" zeigte in der Kür aber Nerven und patzte gleich bei mehreren Sprüngen, während Lysacek nahezu fehlerfrei durchkam. Der Japaner Daisuke Takahashi (247,23) stand einen vierfachen Toeloop nicht, bot aber eine ausdrucksstarke und hinreißende Vorstellung und wurde mit Bronze belohnt.

Pech hatte der 22-jährige Japaner Nobunari Oda. Dem Viertplatzierten nach dem Kurzprogramm ging während der Kür das Schuhband am Schlittschuh auf. Nach kurzer Unterbrechung, in der er vor den 14.200 Zuschauern im Pacific Coliseum und Millionen vor den Fernsehgeräten ein Lehrbeispiel ablieferte, wie man flüssig und schnell einen Doppelknoten knüpft, machte er im Programm weiter, fiel aber auf Platz sieben zurück.

Vorarlberger Pfeifer landet auf Platz 21
Viktor Pfeifer zeigte sich mit dem 21. Rang (ein Platz besser als in Turin 2006) sehr zufrieden, er hatte mit 61,25 seinen höchsten technischen Wert der ganzen Saison bekommen, allerdings in den Komponenten - der Ausdruck ist eigentlich seine Stärke - eine viel niedrigere Note als sonst.

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