Missbrauch in Heim:

Der Zwischenbericht soll im Sommer entstehen

Tirol
08.02.2019 17:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die mit der Aufarbeitung der Missbrauchsvorwürfe gegen das frühere Mädchenheim Martinsbühel in Zirl in Tirol betraute Dreierkommission will im Sommer einen ersten Zwischenbericht vorlegen. Dies teilte das Land am Freitag in einer Aussendung mit. Indes wurden die weiteren Mitglieder der Kommission bekanntgegeben, deren Vorsitz die Psychotherapeutin Margret Aull führen wird. 

So werden auch die Historiker Dirk Rupknow, die Kinder- und Jugendanwältin Elisabeth Harasser, der Leiter des Diözesanarchivs Martin Kapferer, der Vorsitzende der unabhängigen Diözesankommission für Opferschutz Eckart Rainer sowie die Pädagogin Judit Nötstaller an der Aufarbeitung der Causa mitarbeiten. 

Termin für konstituierende Sitzung
Aktuell wird gerade der Termin für die konstituierende Sitzung abgestimmt, hieß es. Sollten im Zuge des Aufklärungsprozesses weitere Fachexpertisen benötigt werden, würden diese jedenfalls zum gegebenen Zeitpunkt durch die Kkommission eingeholt.

Martinsbühel war zwar keine Fürsorgeeinrichtung des Landes, doch wurden vom Land Mädchen dorthin zugewiesen. Geführt wurde das Mädchenheim bis 2008 von den Benediktinerinnen. Da der Orden offenbar eine tiefergehende Aufklärung hintanhielt, machte das Land Druck und installierte eine Dreierkommission. 

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