29.01.2019 10:38 |

45.000 Euro Schaden

„Armer Schlucker“ zockte jahrelang den Staat ab

Jahrelang den Staat abgezockt, und keiner hat es bemerkt. Bis jetzt! Die Tiroler Sondereinheit „Sozialleistungsbetrug“ konnte einen mutmaßlichen bulgarischen Betrüger (53) entlarven, der zumindest seit 2016 widerrechtlich finanzielle Leistungen in Höhe von mindestens 44.616 Euro bezogen haben soll. Er gab sich quasi als armen Schlucker aus - in Wahrheit betrieb er einen regen Handel mit Autos!

Seit mehreren Jahren soll der 53-Jährige Bulgare Leistungen des AMS bzw. des Stadtmagistrates Innsbruck bezogen haben. Und das offenbar zu Unrecht. „Obwohl er Notstandshilfe und Mietzinsbeihilfe bekam, führte er einen regen Handel mit Alt-Kraftfahrzeugen“, schildert ein Ermittler der polizeilichen Sondereinheit und ergänzt: „Dem Mann konnte nachgewiesen werden, dass er seit 2015 bei verschiedenen KFZ-Betrieben im Bereich Innsbruck und Innsbruck-Land Fahrzeuge um mehr als 600.000 Euro ankaufte und diese folglich nach Bulgarien exportierte, ohne eine entsprechende Gewerbeberechtigung zu haben und ohne das erwirtschaftete Einkommen beim AMS, dem Stadtmagistrat Innsbruck bzw. beim Finanzamt zu melden.“

Mindestens 44.616 Euro Schaden
Durch den widerrechtlichen Bezug der Sozialleistungen habe sich seit dem Jahr 2016 ein Schaden in Höhe von mindestens 44.616 Euro zum Nachteil des AMS und des Stadtmagistrates ergeben. Der Bulgare wurde wegen des Verdachts des schweren Betruges auf freiem Fuß angezeigt.

Über 1,5 Millionen Schaden aufgedeckt
Es war dies nicht der erste krasse Fall, den die Tiroler Sondereinheit Sozialleistungsbetrug aufdecken konnte. Gegründet wurde diese im Juni 2017. In den ersten eineinhalb Jahren ihres Bestehens verzeichnete sie rund 400 angezeigte Gerichtsdelikte und über 270 Anzeigen wegen Verwaltungsübertretungen. Die aufgedeckte Schadenssumme in diesem Zeitraum beträgt über 1,5 Millionen Euro.

Hubert Rauth
Hubert Rauth
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