In knapp 60 europäischen Städten wird Abwasser untersucht, um Rückschlüsse auf Drogengewohnheiten der Einwohner zu ziehen. Eine Erkenntnis: Die Menge an Kokain im Abwasser steigt. Die Untersuchung des Kanalinhalts hat auch Graz beschäftigt - der kommunistische Gesundheitsstadtrat sagt dazu aber Nein.
In Österreich ist die Uni Innsbruck federführend beim Drogenscreening von Abwasser. In Innsbruck entpuppte sich im Vorjahr Kokain als Droge Nr.1, vor Ecstasy und Amphetamin. Erwartbar wurde die Partydroge Ecstasy vor allem an den Wochenenden und vor Feiertagen gefunden.
Kokain im Vormarsch
Dass Kokain im Vormarsch ist, zeigen Abwassertests in 56 europäischen Städten. Auf dem Markt ist offenbar mehr und reineres Kokain. Richard Scheithauer von der Innsbrucker Gerichtsmedizin: „Untermauert wird das durch Berichte der UNO, wonach Anbauflächen in Kolumbien seit 2013 jährlich um etwa 30 Prozent steigen.“
Grazer KP-Stadtrat: Zu teure Zahlenspielerei
Was für andere europäische Städte gilt, in denen das Abwasser untersucht wird - Antwerpen, Zürich und Barcelona haben das Drogen-Ranking im Vorjahr angeführt -, dürfte auch in Graz gelten. Der kommunistische Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer erteilt der Untersuchung des Grazer Abwassers aber eine Absage: „Die ist zu teuer und zu wenig aussagekräftig. Dass am Wochenende mehr Drogen konsumiert werden, wissen wir auch so. DieseUntersuchung ist vor allem eine Zahlenspielerei.“








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