23.01.2019 18:53 |

„Familien getrennt“

„Nazi“-Methoden: Kritik nach Asylheim-Räumung

Vor der geplanten Schließung Ende Jänner hat die Räumung von Italiens zweitgrößtem Flüchtlingslager nahe Rom begonnen. Oppositionspolitiker kritisierten den Ablauf der Räumung scharf: „Männer, Frauen und Kinder werden auf eine Art aufgeteilt, die an Nazi-Lager erinnert, Familien werden getrennt“, sagte Roberto Morassut von der Demokratischen Partei am Dienstag im Parlament.

Salvini wies den Vorwurf von „Nazi“-Methoden zurück. Die Räumung sei ein „Akt gesunden Menschenverstands und guter Verwaltung“, sagte der Politiker der Lega Nord dem staatlichen Sender RAI.

Nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur Ansa soll die Räumung bis Samstag andauern. Nachdem am Dienstag bereits 30 Menschen aus dem Asylheim in Castelnuovo di Porto ausziehen mussten, wurden am Mittwoch weitere 75 Asylsuchende in Busse gesetzt und in andere Zentren gebracht.

300 der rund 500 Bewohner des Komplexes sollen anderweitig untergebracht werden. Die restlichen 200 Bewohner des Heims haben einen Aufenthaltsstatus, der durch das sogenannte „Sicherheits-Dekret“ Salvinis, eine Verschärfung der Asylregeln, nunmehr entfällt. Sie verlieren damit Asylrechte - unter anderem auf eine kostenlose Unterbringung - und könnten dadurch obdachlos werden. Sollten sie keiner Abschiebung einwilligen, droht ein Abrutschen in die Illegalität.

Salvini will alle Roma-Lager schließen
Bereits Ende September kündigte Salvini zudem an, bis zum Ende der fünfjährigen Legislaturperiode alle illegalen Siedlungen schließen zu lassen, in denen Angehörige der Minderheit der Roma leben. „Unser Ziel ist, Null Roma-Siedlungen bis Ende der Legislaturperiode zu haben“, sagte Salvini. 

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