Gemeinderat-Resolution

Zwei Bürgermeister vereint gegen die Plastikflut!

Bürgermeisterin Kerstin Suchan-Mayr schenkt Wasser aus dem Glaskrug ein, wenn man mit ihr über ein plastikfreies St. Valentin spricht. Im Herbst beschloss hier der Gemeinderat einstimmig, die Plastikflut einzudämmen. Marchtrenk zieht nach: „Wir stehen in engem Austausch“, sagt Bürgermeister Paul Mahr.

Früher gab es die gelbe Tonne: „Da stopften wir Petflaschen und Verpackungen hinein“, sagt Kerstin Suchan-Mayr. Aus den Augen, aus dem Sinn. Als das niederösterreichische St. Valentin auf die gelben Sammelsäcke umstellen musste, wurde es sichtbar: „Enorm viel Plastik häuft sich in unseren Haushalten an!“ Das soll sich nun ändern.

Unverpackt einkaufen
„Wir haben eine Resolution beschlossen, diesen Müllberg einzudämmen.“ Rund 24 Tonnen Plastik, die allein in drei Monaten anfallen, sollen in absehbarer Zeit halbiert werden. Damit fängt der Kampf gegen die Plastikflut jetzt richtig an, denn Müllvermeidung geht nicht von selbst. Suchan-Mayr will selbst vorleben, wie es gehen könnte: „Ich kaufe meine Lebensmittel und Hygieneartikel in einem Laden, der bei uns alles unverpackt anbietet.“

Stofftasche beim Shoppen
Die Shoppingtour macht sie mit Stofftasche, nimmt Bienenwachstücher statt Alu- oder Plastikfolie. Getränkeautomaten will sie auf Glasflaschen umstellen. Supermärkte sollten ihr Obst- und Gemüse offen anbieten. Darum führt sie viele Gespräche mit Handelsketten und Gewerbetreibenden, sogar mit dem Lieferanten für Schulmilch: „Er überlegt, Becher aus verrottbarem Material einzusetzen.“

Vorreiter in Oberösterreich
Marchtrenk, angeregt von St. Valentin, lässt den Plastikmüllberg auch schrumpfen: „Bei Veranstaltungen verzichten wir auf Plastikgeschirr“, sagt Bürgermeister Paul Mahr.

Stofftaschen verteilen
Der samstägliche Wochenmarkt wird plastikfrei: „Wir verteilen Stofftaschen.“ Er selbst nützt sie natürlich auch und lebt vor, was er von den Bürgern will: „Alle sollen mitmachen!“

Elisabeth Rathenböck, Kronen Zeitung

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