13.01.2019 13:00 |

Im Winter 1970

Ganze sieben Tage am Hafelekar eingeschneit

Innsbruck ist Pionier in der Lawinenforschung: „Als einzige österreichische Gemeinde verfügte die Stadt über einen detaillierten Lawinenzonenplan und eine eigene Mess- und Beobachtungsstelle“, erinnert sich Karlheinz Lauber an die Anfänge 1970. In der Station erlebte er bange Momente bei ähnlich viel Schnee wie jetzt!

„Als damals städtische Bedienstete haben wir eine Spezialausbildung amweltberühmten Institut für Schnee und Lawinenforschung in Davos, Grillhof und persönlich unter Herbert Aulitzky absolviert“, erinnert sich Karlheinz Lauber an seine aktive Zeit.

Und betont: „Als einzige österreichische Gemeinde verfügte Innsbruck über eine eigene Mess- und Beobachtungsstelle im Rahmen des Lawinenwarndienstes. Dazu wurde am Hafelekar eine spartanisch eingerichtete, lawinensichere Station eröffnet.“

Er erinnert sich an das Jahr 1970, wo ähnlich viel Schnee wie jetzt vom Himmel fiel: „Wir konnten einen Pegelstand von fünf Metern oberhalb der Seegrube messen. Ich war bereits über eine Woche am Hafelekar eingeschneit, die Bahn durfte nicht fahren, das Telefon funktionierte nur teilweise, es gab kein Zähneputzen und ich hatte bereits einige Kilo abgenommen, da trat ich eines Abends aus der Wetterstation. Plötzlich hörte ich ein unheimliches Dröhnen und Krachen, und ich wurdedurch eine unfassbare Druckwelle zurück in die Station geschleudert. Die besonders gefährliche Penzenlahn war abgegangen, in einem Ausmaß, wie schon seit 30 Jahren nicht!“

Laubers Meinung nach ist die Situation zur Zeit ähnlich wie damals: Schneller Schneezuwachs, starker Wind und Temperaturschwankungen. „Aufgrund meiner damaligen Funktion und Erfahrung warne ich ausdrücklich vor den Innsbrucker Lawinen!“ Die folgende Grafik veranschaulicht, wie viele das sind!

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