Spielsüchtige Haushaltshilfe beklaute Vorarlberger Arztfamilie. Für die diebische Rumänin endete die Sache am Donnerstag vor dem Landesgericht Feldkirch. Dort kam die bislang Unbescholtene mit einer Diversion davon.
Rund zehn Jahre stand die heute 59-jährige Rumänin im Dienst der Arztfamilie. Nie gab es etwas zu beanstanden und führte dazu, dass die Putzfrau das volle Vertrauen ihres Arbeitgebers genoss – selbst als vor acht Jahren immer wieder Schmuck und Geld verschwanden. „Damals dachten wir, dass vielleicht meine Frau die Sachen irgendwohin verlegt oder gar im Urlaub verloren hat“, berichtet der als Zeuge geladene Arzt. Auch in Sachen Geld sei er in der Annahme gewesen, dass möglicherweise ein Familienmitglied etwas aus der Kassa entnommen habe und sich bloß nicht mehr daran erinnern könne. Selbst als der Tochter 250 Euro aus der Sparbüchse fehlen, zweifelt das Ärzte-Paar zunächst nicht an der Integrität ihrer „Perle des Hauses“.
Uhr landete kurzzeitig beim Juwelier
Irgendwann verschwand auch noch die mehrere tausend Euro teure Armbanduhr des Mediziners. Für den Mann ein schmerzlicher Verlust. „Die hatte mir meine Frau zum 44. Geburtstag geschenkt.“ Als der Herr des Hauses die Rumänin zur Rede stellt, streitet diese den Diebstahl ab. Doch in dem Wissen, dass die Putzfrau schon öfters über Geldnot geklagt und er ihr auch immer wieder mal Geld geliehen hatte, fiel irgendwann der Verdacht auf sie. Wie sich herausstellte, hatte die Rumänin die Uhr tatsächlich gestohlen und bereits bei einem Juwelier schätzen lassen. In der Verhandlung gibt die Angeklagte unter Tränen ihre Spielsucht als Motiv an.
Mittlerweile ist die teure Uhr wieder in Händen des Arztes. Weil der Mediziner und seine Frau auf weitere Schadenswiedergutmachung verzichten, kommt die Diebin bei Gericht im Zuge einer Diversion mit einer Geldbuße in Höhe von 1000 Euro und weiteren 250 Euro Schadenersatz an die Tochter davon.
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