Schüsse in Schule

Täter in den USA „wollte Kinder leiden sehen“

Ausland
29.08.2025 09:14

Nach den tödlichen Schüssen auf Kinder in einer katholischen Schule sieht die US-Bundespolizei FBI den Terrorverdacht erhärtet. Bei den Ermittlungen stießen sie auf einen geballten Hass des Täters auf viele Gruppen, darunter Schwarze, Christinnen und Christen.

Die Strafverfolgungsbehörde geht davon aus, dass der Täter Kinder leiden sehen wollte. Er sei von der Idee besessen gewesen, Kinder zu töten, sagte der zuständige Staatsanwalt. Man werte derzeit zahlreiche Notizen aus, die sichergestellt worden seien. Der Schütze habe Hass auf viele Gruppen geäußert: Schwarze, Menschen aus Mexiko, Anhängerinnen und Anhänger des Christentums sowie Judentums. Er habe zu Gewalt gegen sie aufgerufen, unter anderem mit Verweis für den Holocaust.

Bewunderung für genau eine Gruppe
Nur für eine Gruppe hatte er laut den Ermittlerinnen und Ermittlern wohl Bewunderung übrig: Menschen, die Massenmorde und Amokläufe an Schulen verübten. Der Täter habe sich in einem Manifest und in Inschriften auf den Waffen antireligiös und antikatholisch geäußert, sagte FBI-Chef Kash Patel. Auf einem der Gewehrmagazine sei auch ein Aufruf zu Gewalt gegen US-Präsident Donald Trump gestanden, bestätigte er entsprechende Berichte.

Bei dem Attentat kamen zwei Kinder ums Leben.
Bei dem Attentat kamen zwei Kinder ums Leben.(Bild: AFP/STEPHEN MATUREN)
17 weitere Menschen wurden verletzt.
17 weitere Menschen wurden verletzt.(Bild: AP/Abbie Parr)
Präsident Trump ließ die amerikanische Flagge auf halbmast setzen.
Präsident Trump ließ die amerikanische Flagge auf halbmast setzen.(Bild: AP/Jacquelyn Martin)

Die Beweise würden auf einen „von Hass motivierten Akt von Inlandsterrorismus“ hindeuten. Wie berichtet, hatte der Schütze am Mittwoch während eines Schulgottesdiensts in Minneapolis durch die Fenster einer Kirche geschossen. Dabei kamen zwei Kinder im Alter von acht und zehn Jahren ums Leben, 17 weitere Personen wurden verletzt. Der Verdächtige beging anschließend Suizid. In einer gemeinsamen Erklärung des Schulleiters und des Pfarrers hieß es, „heldenhafte Mitarbeiter“ hätten die Schülerinnen und Schüler nach Beginn der Schüsse „binnen Sekunden unter die Kirchenbänke gebracht“.

Mehr Waffen als Einwohner
Heimatschutzministerin Kristi Noem sagte, dass der Täter 23 Jahre alt sei und sich als Transfrau identifiziert habe. Transpersonen sind Menschen, die sich ihrem biologischen Geschlecht nicht zugehörig fühlen. Der Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey, warnte bereits davor, den Angriff als Anlass für Anfeindungen gegen Transgender-Personen zu nehmen.

In dieser Woche waren in den USA viele Schülerinnen und Schüler aus den Sommerferien zurückgekehrt. In dem Land sind mehr Schusswaffen im Umlauf, als es Einwohnerinnen und Einwohner gibt.

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