Weniger Tote, weniger Verletzte! Wie aus der Statistik des Kuratoriums für Alpine Sicherheit hervorgeht, kamen im Vorjahr 268 Menschen bei Alpinunfällen in Österreich ums Leben - um 24 weniger als im langjährigen Mittel. Auch die Zahl der Unfälle ging um 777 zurück. Negativer Spitzenreiter ist Tirol mit 101 Toten.
„Diese Entwicklung ist erfreulich, zeigt aber auch, wie wichtig Präventionsarbeit im Bergsport ist. Die Alpinpolizei, Vereine, Verbände und das Kuratorium leisten hier hervorragende Arbeit. Aber jeder Todesfall ist einer zu viel“, erklärt Karl Gabl, Präsident des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit. Aus der Statistik lässt sich herauslesen, dass der Tod am Berg männlich ist. Denn es verunglückten mit 230 überdurchschnittlich viele Männer in den Bergen (85 Prozent).
Durchaus erfreulich auch die Bilanz bei den Verletzten: „Im Jahr 2018 sind 7230 Verletzte in der Alpinunfalldatenbank erfasst. 777 Verletzte weniger als 2017“, weiß das Kuratorium für Alpine Sicherheit. Im 10-Jahresmittel liegt die Zahl der Verletzten bei 7356.
Fast ein Drittel aller Notrufe von Unverletzten
Lediglich der Anteil der Unverletzten hat in den vergangenen zehn Jahren signifikant zugenommen und machte im Vorjahr mit 32 Prozent fast ein Drittel aller Notrufe aus. „Alpine Notrufe werden nicht nur bei Unfällen mit Toten und Verletzten abgesetzt, sondern auch von unverletzten Personen, die sich in einer misslichen Lage befinden. Dazu gehören auch Personen, die mit den Begebenheiten einer Tour überfordert sind.“
Der Bundesländervergleich zeigt, dass Tirol, wie in den Vorjahren, Spitzenreiter bei den Toten (101), Verletzten (3275) und Unfällen (3438) ist, gefolgt von der Steiermark mit 44 Toten und Salzburg mit 36 Toten.








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