Mo, 21. Jänner 2019

Bischofshofen

07.01.2019 09:30

15.000 Gäste jubelten für Kraft

Schnee, Regentropfen, Trockenheit – immer wieder wanderten beim Dreikönigsspringen die Blicke nach oben in den Himmel. Alle Arbeiter packten am Sonntag noch einmal kräftig an, um das Finale der Vierschanzentournee über die Bühne zu bringen. Tausende Besucher dankten es und feuerten die Skispringer an.

Kurz durchatmen und noch einmal in die schweren Maschinen steigen bzw. die Schaufeln in die Hand nehmen hieß es am Sonntag in der früh ein letztes Mal für die vielen freiwilligen Helfer beim Finale der Vierschanzentournee. „Wir haben Samstagabend noch fünf Lkw geordert. Damit wurde der Schnee teils abtransportiert. Wir haben den Schnee zudem den Hang hinaufgeschoben und in den Wald manövriert“, so Manfred Schützenhofer, Vizepräsident des Skiclubs Bischofshofen. Alle Schneedepots waren übervoll. Vom 2. Jänner weg wurden wohl gut 12.000 Kubikmeter Schnee bewegt, schätzen die Arbeiter. Gegen 9 Uhr konnten alle aufatmen, als klar wurde, dass sich alles ausgeht und der Bewerb tatsächlich stattfinden kann.

Besucher warteten ab, feuerten gewaltig an
In die Hände gespukt haben auch die Securitys, sie griffen zu den Schaufeln. Chef Gunter Walcher: „Das gehört dazu. Zusammen sind wir stärker, uns fällt dabei kein Zacken aus der Krone.“ 140 Mitarbeiter sorgten für die Sicherheit und kontrollierten am Eingang. Beim Einlass bildeten sich zu Beginn diesmal keine langen Schlangen, erst nach und nach trudelten die Besucher ein. Die Wetterkapriolen in den vergangenen Tagen schienen doch einige Gäste abgeschreckt zu haben. Viele warteten offenbar so lange wie möglich im trockenen und warmen Heim. Nach dem Training und der Qualifikation war um 17 Uhr das Stadion aber doch sehr gut gefüllt, wenn auch nicht brechend voll. 15.000 Gäste waren es laut den Veranstaltern letztlich.

Blick in die Zentrale und auf die Schanze
Unter den Gästen war Staatssekretärin Karoline Edtstadler zu finden – allerdings dienstlich. Sie besuchte die Einsatzkräfte, schaute in die Einsatzzentrale. Am Weg dorthin hatte sie eine perfekte Sicht auf die Schanze. „Das ist schon beeindruckend“, sagt die Salzburgerin, die selbst aber nicht dort oben stehen möchte. Skifahren und Tourengehen sind ihr dann doch lieber.

Freudentaumel um Stefan Krafts Platzierung
„Wir hoffen natürlich auf Stefan Kraft“, war Brigitte Maier aus Schladming optimistisch, dass es zumindest doch einen österreichischen Sieg in dieser Tournee gibt. Kaum wurde der Name des Lokalmatadors durchgesagt, wanderten die Fahnen der Fans auch schon nach oben. Mit lauten Rufen wurde der Skispringer ins Ziel getragen. Hätte man sich nur auf sein Gehör verlassen, hätte man glauben können der gebürtige Pongauer hätte doch noch den vierten Tournee-Sieg von Ryoyu Kobayashi verhindert, so sehr feierte man in Bischofshofen den dritten Platz von Kraft (siehe auch SPORT).

Iris Wind
Iris Wind

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