Eine Nacht

Altbauer (85) aus Weyregg lag eine Nacht in Silo

Zu Lebensrettern wurden Feuerwehrleute in Weyregg am Attersee am Altjahrstag. In einer „Crashbergung“ holten sie einen Altbauern aus dem Hackschnitzelsilo - links und rechts vom 85-Jährigen türmten sich instabile Wände aus Holzspänen vier Meter auf. Vermutlich war der Senior schon eine ganze Nacht dort gelegen!

Wie lange der 85-jährige Altbauer schon hilflos im Silo lag, ist noch nicht ganz geklärt. Er dürfte schon am Vorabend zum Altjahrstag ausgerutscht sein, als er in der Hackschnitzelanlage nach dem Rechten sah. Der 85-Jährige rutschte den Holzspäneberg hinunter, blieb vier Meter tiefer direkt auf der Förderschnecke liegen.

Familie vermisste 85-Jährigen
„Die Familie vermisste ihren Angehörigen am Montagvormittag, suchte ihn und entdeckte ihn im Hackschnitzelsilo. Dann wurden wir alarmiert“, berichten Feuerwehrleute aus Weyregg, die sich zu einer „Crash-“, also Schnellbergung entschlossen. Grund waren die instabilen Wände aus Hackschnitzel. Denn wären diese eingestürzt, wäre der Altbauer hilflos erstickt - und auch die Helfer waren in Lebensgefahr.

Bergung durch ganz enge Luke
„Es gab zum Glück eine kleine, 30 Mal 30 Zentimeter große Luke in der Nähe des Verunfallten. Durch diese konnten wir ihn ins Freie ziehen und dem Roten Kreuz übergeben“, schildern die Helfer den Einsatz.

Verletzter war ansprechbar
Der 85-Jährige, für den zuerst der Rettungshelikopter angefordert worden war, war zum Glück ansprechbar und es waren keine offensichtlichen schweren Verletzungen zu erkennen. Das Rote Kreuz brachte den Geretteten per Rettungsauto ins Vöcklabrucker Krankenhaus.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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