Mi, 16. Jänner 2019

Drittliga-Reform

15.12.2018 07:39

„Eliteliga“ mit nur 4:1 Stimmen abgesegnet

Spät, aber doch wissen unsere West- und Salzburgligisten endlich, woran sie sind. Nach mehr als der Hälfte der gespielten Meisterschaft ist klar: Die Westliga in ihrer aktuellen Form ist passé, mit dem Aufstiegs-Playoff für die 2. Liga ist im Herbst 2019 auch die Eliteliga fix.

Salzburgs Verbandspräsident Herbert Hübel redete sich bei der Präsidiumssitzung des ÖFB in einem Wiener Innenstadthotel vergeblich den Mund fusselig: Die Abstimmung der 13 Mitglieder brachte vier Stimmen pro Westliga-Reform bei einer Gegenstimme (von Salzburg) und acht Enthaltungen. „Eine gemeinsame Linie sieht anders aus“, kommentierte Hübel lakonisch das Ergebnis. „Ich habe dezidiert auf die Probleme hingewiesen, auch, dass die betroffenen Vereine unverhältnismäßig viele Spiele zu absolvieren haben, mehr sogar als die Bundesliga-Klubs. Aber das ist Demokratie, man muss es akzeptieren. Vielleicht stellt sich ja heraus, dass es gut ist.“ Was er selbst freilich nicht glaubt.

Zumal das von Tirol und Vorarlberg als Zauberformel für besseren Fußball angepriesene „neue“ Format durch die Aufkündigung der Westliga durch Salzburg im Sommer ohnehin ein Ablaufdatum hat. „Somit ist das eine Reform im Wasserglas. In zwei Jahren muss es wieder etwas Neues geben.“ Mit oder ohne Salzburg...

Nur sechs im Playoff
Was diese Reform, die bereits in der Saison 2019/20 greift, im Detail bringt?

  • Die über der Salzburger Liga positionierte „Eliteliga“ setzt sich aus den sieben Westligisten sowie den Top Drei der Salzburger Liga zusammen. Die ersten Zwei kommen nach 18 Herbstrunden mit den Top Zwei aus Tirol und Vorarlberg in
  •  Das Aufstiegs-Playoff, in dem diese sechs Teams in 15 Spielen im Frühjahr den Aufsteiger in die 2. Liga unter sich ausmachen.
  •  Der Eliteliga-Rest spielt im Frühjahr um ein Cup-Ticket und gegen den Abstieg.
  •  Zur Abfederung der sonst drohenden Aufstiegsflut wird die Salzburger Liga auf 14 Teams, die Zahl der Absteiger auf einen reduziert. Detto in der 1. Landesliga.
Harald Hondl
Harald Hondl

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