Frierende Fahrgäste

Steirische Pendler beschweren sich über eiskalte Züge

Steiermark
29.01.2010 11:01
Zuerst schicken uns die Russen die Eiszapfen, jetzt blasen uns die Franzosen eine mehr als kalte Brise ins Gesicht - nach dem etwas milderen Freitag steht uns Steirern wieder Frieren ins Haus. Vor allem für Pendler ist das keine gute Nachricht - denn viele haben nach ihrer Zugfahrt zur Arbeit schnupfentechnisch die Nase voll...

"Was die Grippe nicht schafft, schaffen die ÖBB! Offensichtlich wird Bahnfahren schon zum Gesundheitsrisiko", sagt Franz Gosch von der steirischen Pendlerinitiative. Grund für seinen kühlen Ton: Es sei eiskalt in diversen Zügen!

"Eisblumen im Waggon"
Gosch: "Bei Eisblumen im Waggon hört sich der Spaß auf. Betroffen waren vor allem Regionalzüge von Mürzzuschlag bis Spielfeld." ÖBB-Gäste hätten sich heftig beklagt. "Derzeit kommen so 15 Anrufe pro Tag. Werbung für Öffis ist das keine." Man werde sich beim Verkehrsverbund beschweren.

ÖBB: "Bitte um Verständnis"
Bei den ÖBB heißt es, man bedaure, dass es Mittwoch früh tatsächlich zu zwei Vorfällen gekommen sei, darunter ein Ausfall wegen technischer Probleme. Aber lediglich in einem Waggon von Graz nach Linz sei die Heizung defekt gewesen. Man bitte um Verständnis, dass das bei minus 18 Grad passieren könne.

Es bleibt saukalt
Mit Kälte und viel Minus geht's generell weiter, in den nächsten Tagen kommt sie aber aus Frankreich. ZAMG-Experte Albert Sudy prognostiziert: Ab Mitte nächster Woche gibt's den nächsten Gruß vom Winter - mit einigem Schnee, vor allem im Norden.

von Christa Blümel, Gehrard Felbinger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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