Diskussion in Wien

„Sicher keine Punschhütte in Hundezone“

Eine Punschhütte, ein Getränkeautomat oder überdachte Sitzgelegenheiten in den Hundezonen - mit diesen Forderungen von Tierliebhabern sieht sich der 11. Bezirk seit mehreren Wochen konfrontiert. Was anderen ein Lächeln ins Gesicht zaubert, kann frustrieren. Daher lädt der Bezirkschef jetzt zum Info-Abend. Und auch in Wien-Mariahilf gibt es Probleme mit einer vermüllten Hundezone.

„Eine Hundezone ist kein Klo für Vierbeiner und schon gar keine Picknick- oder Naherholungsfläche für die Hundehalter selbst“, platzt Simmerings Bezirkschef Paul Stadler der Kragen. Simmering verfügt über sehr viele und gut ausgestattete Hundezonen. Davon hat sich der Politiker bei einer internen Untersuchung selbst überzeugt. Ins Grübeln war der Hundeliebhaber nämlich gekommen, als in letzter Zeit immer absurdere Wünsche hereingeflattert sind. „Da wird eine Punschhütte in der Hundezone gefordert. In einem Park sollen wir anderes Gras pflanzen, da das vorhandene den Chihuahua juckt. Andere wünschen sich überdachte Sitzgelegenheiten und einen Getränkeautomat auf dem Areal. Dafür wollen und werden wir sicher kein Geld ausgeben“, so Stadler.

Infoveranstaltung mit Tierschutzexperten
Tatsächlich ist es so, dass Hundezonen den Vierbeinern nur zum Auslauf dienen sollten. Mehrstündige Aufenthalte sind eigentlich nicht vorgesehen. Dennoch machen es sich scheinbar immer wieder Hundehalter über längere Zeit in den abgegrenzten Arealen bequem oder erachten die Grünflächen als Open-Air-Klo für Hunde. Aus diesem Grund lädt der Bezirkschef am 28. November um 18.30 Uhr zu einer Infoveranstaltung ins Amtshaus (11., Enkplatz 2). Mit dabei sind auch Tierschutzexperten, die Ombudsfrau der Stadt sowie Vertreter der Polizei. Sie stehen Rede und Antwort zu Fragen und Anregungen der Simmeringer. Bei der Veranstaltung wird auch eine extra angefertigte Broschüre verteilt, die alles Wissenswerte über Simmerings Hundezonen enthält. Paul Stadler: „Ich bitte um Verständnis, dass im Sinne der Tiere eine Teilnahme mit Hunden nicht möglich ist.“

Anmeldung bis 26. November unter post@bv11.wien.gv.at oder Tel.: 01/4000/11116.

Probleme in Mariahilfer Hundezone
Seit Monaten steht die Suchthilfe Jedmeyer in Mariahilf in der Kritik. Immer wieder berichten Anrainer von ungustiösen Hinterlassenschaften. Mittlerweile leiden sogar Vierbeiner darunter, denn auch in der nahen Hundezone wurden weggeworfene Spritzen gefunden. In Mariahilf direkt vor der Feuerwehrwache existiert eine Hundezone, die von Haus aus schon nicht wirklich einladend aussieht. Nicht nur, dass sie extrem klein und rasenlos ist, sie besticht vor allem durch jede Menge Müll. Hundebesitzer klagen über zurückgelassene Spritzen. Für FPÖ-Gemeinderat Leo Kohlbauer ein unhaltbarer Zustand, er ist überzeugt, dass die „Kunden“ der Suchthilfe dafür verantwortlich sind. „Diese Müllhalde ist eine Zumutung für die Vierbeiner und ihre Besitzer. Wir werden jetzt eine Verlegung in den Franz Schwarz Park beantragen, dort gibt es wesentlich mehr Platz.“ Zudem nimmt er die Stadt in die Pflicht: „Die ist schließlich für die Reinigung zuständig.“

Philipp Stewart, Kronen Zeitung

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