Maggies Kolumne

Schwarz auf weiß

Seit dieser Woche ist es amtlich: es gibt Lücken im europäischen Tierschutz! Ganz konkret hat der europäische Rechnungshof am Mittwoch einen Bericht zum Schutz von Nutztieren in der EU präsentiert. Was Tierschützer seit Jahren kritisieren gibt es nun auch schwarz auf weiß! Und es sind mehr als traurige Tatsachen! So werden Tiere teilweise ohne ausreichende Betäubung geschlachtet oder müssen lange Transporte unter schlechten Bedingungen ertragen.

Wie bereits erwähnt, für all jene, die im Tierschutz tätig sind, leider längst ein Fakt. Und solche barbarischen Vorgänge spielen sich täglich ab. Wahrscheinlich sogar stündlich oder minütlich. Und zwar in der gesamten EU. Österreich ist dabei leider keine Ausnahme. Immer wieder tauchen Videos von Schlachtbetrieben auf, die so fürchterlich sind, dass man sie kaum ansehen kann. Warum dies noch immer passieren kann? Weil es zu wenige Kontrollen gibt. Wo kein Kläger, da auch kein Richter. Und genau dieser Punkt wird im Bericht des Rechnungshofes ebenfalls kritisiert. Es gibt kaum Beanstandungen auf Grund fehlender Kontrollmaßnahmen. Und so kann es dann auch sein, dass in manchen Ländern nicht einmal die Mindeststandards bei der Haltung von Tieren beachtet werden. Begutachtet wurden Höfe mit Nutztieren in fünf Mitgliedsstaaten. Österreich war nicht darunter. Doch die Ergebnisse reflektieren die Situation im gesamten europäischen Raum. So traurig dieses Gutachten auch ist! Es ist ein wichtiger Schlüssel im Kampf gegen Tierleid, und es ist ein deutlicher Auftrag an die Politik!

Maggie Entenfellner, Kronen Zeitung

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