Ermittlungen laufen

Leiche in Bach: Pole laut Obduktion ertrunken

Österreich
16.11.2018 10:49
Porträt von krone.at
Von krone.at

Jener 25 Jahre alte Pole, dessen Leiche am Donnerstag in einem Bach in Oberösterreich gefunden wurde, ist ertrunken. Das ergab die Obduktion des Toten. Hinweise auf Gewalteinwirkung gebe es zwar keine, teilte die Staatsanwaltschaft Ried am Freitag mit. Wie der Leihararbeiter allerdings in den Bach geriet, muss noch geklärt werden.

Der Mann hatte bei einer Baufirma im Bezirk Ried gearbeitet und in Neuhofen ein Zimmer bewohnt. Am Mittwochabend war der 25-Jährige zum letzten Mal von Arbeitskollegen lebend gesehen worden. Donnerstagfrüh entdeckten zwei Joggerinnen dann seine Leiche in dem Bach.

Kratzspuren an Leiche
Der Mann habe laut Obduktion noch gelebt, als er ins Wasser gekommen sei, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ried, Alois Ebner, am Freitag. Die Gerichtsmediziner in Salzburg hätten aber keine Hinweise auf Gewalteinwirkung - wie etwa Hämatome von einem Schlag - gefunden. Die Leiche habe nur Kratzspuren aufgewiesen, die durch das Gebüsch an Ort und Stelle erklärt werden könnten.

Sturz eher unwahrscheinlich
Dass der Pole infolge eines Sturzes in den Bach geriet und ertrank, halten die Ermittler derzeit für unwahrscheinlich aufgrund des eher flachen Geländes. Die Todesumstände bleiben damit weiter unklar. Laut Ebner warte man nun auf das toxikologische Gutachten, das erst in einigen Tagen vorliegen dürfte. Es soll klären, ob der Mann durch Alkohol, Drogen oder Medikamente beeinträchtigt war. Zudem werden im Umfeld des Polen, der in einem Haus mit mehreren Bauarbeitern ein Zimmer bewohnt hat, Befragungen durchgeführt.

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