08.11.2018 15:06 |

60 „Mille“ bis 2023

Massive Investition in Ausbau der Grazer Fernwärme

Gewaltige 110 Millionen Euro wurden von 2007 bis 2017 in den Ausbau der Fernwärme in Graz investiert. Weitere 60 Millionen Euro werden es von 2019 bis 2023 sein. Für die feinstaubgeplagte Stadt sind das gute Nachrichten. Der Wermutstropfen: Die Fernwärmegebühren wurden für die aktuelle Heiz-Saison erhöht.

70.000 Fernwärmanschlüsse gibt es derzeit in Graz. Doppelt so viele wie 2007, als die Fernwärme-Offensive gestartet wurde. Ein Schwerpunkt für die kommenden zwei Jahre ist der Ausbau von Hauptleitungen etwa in Straßgang und Liebenau - 12,5 Millionen Euro werden allein dafür aufgewendet. Das Land steuert 4,4 Millionen Euro bei. Darüber hinaus sollen jährlich weitere 2000 Grazer Haushalte ans Netz kommen.

Fernwärme wurde für diesen Winter teurer
Die Kosten für die Fernwärme wurden heuer erhöht - erstmals seit 2015. Einen durchschnittlichen Haushalt trifft das mit circa drei Euro Mehrkosten im Monat. Sowohl Umweltlandesrat Anton Lang (SPÖ) als auch der Grazer VP-Bürgermeister Siegfried Nagl betonen, dass die Kosten für die Fernwärme im Vergleich zu anderen Heizformen sehr stabil seien und auch bleiben sollen.

Maßnahme für bessere Luft in Graz
Jedem leuchtet wohl ein, dass das Heizen mit Fernwärme besser für die Umwelt ist als das Heizen zum Beispiel mit Öl. Entsprechend fördern Land und Stadt Graz die Umstellung (mit bis zu 1000 Euro für einen Neuanschluss). Auch Fernwärmenschlüsse werden gefördert, je nach Hausgröße von 300 bis 1200 Euro pro Anschluss.

„Bezogen auf die Heizanlagen, die auf Fernwärme umgestellt wurden, ist die Feinstaubbelastung um 92 Prozent gesunken“, zitiert Energie-Graz-Geschäftsführer Boris Papousek aus einer Uni-Studie. Ein Viertel des Grazer Fernwärmebedarf wird aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt - Ziel sind  50 Prozent.

Gerald Richter
Gerald Richter
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