Manuel Charr darf möglicherweise seinen Weltmeister-Titel im Boxen behalten! Der unter Dopingverdacht stehende Box-Champion im Schwergewicht teilte am Montag mit, bei der Öffnung der B-Probe habe es Verfahrensfehler gegeben. Angeblich sei Charr keine Gelegenheit gegeben worden, beim Öffnen der B-Probe anwesend zu sein.
Eine Stellungnahme der Voluntary Anti-Doping Association (VADA) in den USA gab es dazu zunächst nicht. Beim Öffnen der Probe sei es „zu Unstimmigkeiten im Ablauf gekommen, die die B-Probe aus rechtlicher Hinsicht hinfällig werden lassen. Und ohne ein rechtlich bindendes Ergebnis der B-Probe verliert auch die A-Probe ihre Gültigkeit“, teilte der in Köln lebende Syrer mit. Es gebe aus seiner Sicht keinen Zweifel, dass er der amtierende WBA-Weltmeister im Schwergewicht sei und den Titel selbstverständlich verteidige, meinte der 33-Jährige.
Charr gab bekannt, dass er mit Pflichtherausforderer Fres Oquendo aus Puerto Rico bereits einen Kampftermin in der ersten Hälfte des kommenden Jahres vorbereite. „Wir erwarten nun eine positive Bestätigung des Kampftermins durch die WBA“, schrieb er.
Wenige Tage vor dem abgesagten WM-Kampf am 29. September war Charr positiv auf zwei verbotene Substanzen getestet worden. Daraufhin wurde der in der Kölner Lanxess-Arena geplante Kampf abgesagt. Tage später hatte Charr in Posts behauptet, seine Unschuld sei bewiesen, weil in der Blutprobe keine Dopingsubstanzen gefunden worden waren. Das positive Ergebnis lag aber nach Analyse der Urin-Probe vor.
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