31.10.2018 16:50 |

Unwetter in Österreich

Bundesheer: Aufräumen nach „enormen Zerstörungen“

Nach den schweren Unwettern, die in den vergangenen Tagen halb Österreich heimgesucht haben, machen die zurückgehenden Pegelstände das Ausmaß der Verwüstungen sichtbar. Das Bundesheer rückte mit schwerem Gerät zur Katastrophenhilfe an. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, spricht von „enormen Zerstörungen“. Laut ersten Schätzungen dürften diese in jedem betroffenen Bundesland in die Millionen gehen.

Nach massiven Unwettern mit Starkregen, Föhnsturm und Hochwasser ist der Mittwoch in Kärnten im Zeichen von Aufräumarbeiten gestanden. Das Bundesheer war ebenso weiter im Einsatz wie Feuerwehren und freiwillige Helfer. Am Dienstagnachmittag wurde der Zivilschutzalarm aufgehoben. Lediglich im Gailtal, wo nach einem Dammbruch mehrere Häuser überflutet wurden, ist die Situation weiter angespannt. Einzelne Ortschaften und vor allem das Lesachtal waren weiterhin über Straßen nicht allgemein erreichbar.

Bundesheer-Pioniere rücken an
Die Aufräumarbeiten sind mittlerweile voll angelaufen. Ins Lesachtal rückten Bundesheer-Pioniere aus Villach vor, um Sturmschäden zu beseitigen und Straßen freizulegen. Auch die Ortschaft Rattendorf im Bezirk Hermagor ist nach wie vor überflutet. Mit Erkundungsflügen will man die Stellen ausmachen, an denen nun gefahrlos mit dem Aufräumen begonnen werden kann. Neben Überflutungen und Muren haben die Einsatzkräfte auch mit vom Sturm umgeworfenen Bäumen zu kämpfen. Insgesamt sind nach den Unwettern rund 2000 Haushalte nach wie vor ohne Strom.

Stromtechniker abgestürzt
Bei den Aufräumarbeiten gab es am Dienstag zudem einen Verletzten. Ein 37-jähriger Mitarbeiter der Kärnten Netz GmbH wollte in Kötschach-Mauthen eine Stromleitung reparieren. Als er dazu auf ein Dach kletterte, gab ein Schneefänger nach und der Mann stürzte aus sechs Metern Höhe auf den asphaltierten Boden. Er wurde schwer verletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Klinikum Klagenfurt geflogen.

Hunderte Haushalte in Osttirol ohne Strom
Nach den Unwettern mit Starkregen und Sturm in der Nacht auf Dienstag wurden die Aufräumarbeiten auch in den betroffenen Osttiroler Gemeinden fortgesetzt. In den Mittwochmorgenstunden waren nach wie vor Hunderte Haushalte ohne Strom. Die Experten der Tinetz arbeiten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Versorgung. Laut einer ersten Schätzung des Landes dürften die Schäden in die Millionen gehen. Tirols Landeshauptmann Günther Platter hat bei einem Lokalaugenschein finanzielle Unterstützung zugesagt.

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