Vor 272. Clasico

Guardiola: „Real kann Ronaldo nicht ersetzen“

Am Sonntag (16.15 Uhr) steigt das spanische Giganten-Duell zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid. Erstmals seit 2007 findet der Clasico allerdings ohne die beiden Superstars Lionel Messi und Cristiano Ronaldo statt. Messi fehlt Barca wegen eines Armbruchs, Ronaldo hat Real Richtung Juventus Turin verlassen. Für Barcelonas erfolgreichen Ex-Trainer Pep Guardiola (2008-2012) ein herber Verlust für die Königlichen, der so schnell nicht gutzumachen ist.

„Real hat mit dem Abgang von Cristiano viel verloren“, sagt Guardiola im Interview mit Ex-Barca-Star Hristo Stoichkov für den mexikanischen TV-Sender „Univision“.  „Seine 50 bis 60 Saisontore beispielsweise. Er ist ein unglaublicher Spieler. Er hilft seinem Team in den wichtigen Momenten, er ist eigentlich unersetzlich.“

Real hat keinen Anführer
Ins selbe Horn posaunt auch Ex-Präsident Ramón Calderón. „Man kann keinen Spieler ersetzen, der in neun Jahren 450 Tore erzielt hat. Dass diese Qualität Real Madrid zurzeit fehlt, ist offensichtlich. Cristianos Abwesenheit ist der Hauptgrund für die Verfassung von Real Madrid. Er war mehr als ein Torjäger. Er trug die Mannschaft förmlich auf seinen Schultern, ähnlich wie Lionel Messi den FC Barcelona. Wenn eine Mannschaft ein Problem hat, sucht sie ihren Anführer, der dieses Problem löst. Und Real Madrid hat einen solchen Anführer, einen solchen Protagonisten jetzt nicht mehr“, so der 67-Jährige im Interview mit goal.com.

Barca im Vorteil
Immerhin: Guardiola erwartet trotzdem einen spannenden Schlagabtausch der beiden größten spanischen Teams - mit leichten Vorteilen für Barca. „Ein Derby ist immer etwas ganz Besonderes, es gibt eigentlichen keinen Favoriten. Allerdings spielt Barcelona zuhause, das ist ein Vorteil“, sagte der Trainer von Manchester City.

Lopetegui schon weg
Unter Mega-Druck vor dem 272. Clasico steht Real-Trainer Julen Lopetegui. Der Job des 52-Jährigen „hängt am seidenen Faden“, schrieb am Freitag die Madrider Sportzeitung „AS“. Nach fünf sieglosen Pflichtspielen en suite kamen die „Königlichen“ zwar am Dienstag in der Champions League zu einem 2:1-Heimerfolg gegen Viktoria Pilsen, hinterließen aber erneut einen schwachen Eindruck. Die Fans im Bernabeu-Stadion verabschiedeten ihr Team mit einem gellenden Pfeifkonzert.

Mourinho kommt wieder
Ex-Präsident Ramón Calderón meint gar: „Sein Rauswurf ist längst beschlossene Sache.“ Ja, und den Nachfolger hat er auch schon parat! „Es gibt nur einen Trainer, den der Präsident wirklich respektiert und das ist José Mourinho. Er war und wäre der einzige, der sich durchsetzen kann“.

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