Mo, 12. November 2018

Erneute Attacke

25.10.2018 06:00

Hundebisse: Zwei Mädchen (17) im Spital behandelt

Erneut ist es in Wien zu einer Hundeattacke gekommen, diesmal wurden zwei 17 Jahre alte Mädchen verletzt. Die jungen Frauen wurden nach Informationen der „Krone“ beim Gassigehen von dem Tier gebissen. Die 18-jährige Besitzerin des Vierbeiners hatte den beiden, wie schon öfter zuvor, den erst fünf Monate alten Listenhund für einen Spaziergang anvertraut.

Zum Vorfall war es am Schöpfwerk im Wiener Bezirk Meidling gekommen. Die beiden 17-Jährigen wollten mit dem fünf Monate alten Listenhund eine Runde Gassi gehen und waren mit dem Tier ohne Maulkorb unterwegs. Plötzlich biss der junge Hund zu und verletzte die Jugendlichen. Sie mussten in der Unfallambulanz des Wiener AKH versorgt werden. Einen Hundeführschein besitzt das Tier nicht. Dieser muss innerhalb von drei Monaten ab Beginn der Haltung absolviert werden, sofern die Voraussetzungen dafür erfüllt sind: So muss das Tier mindestens sechs Monate alt sein, bevor es den Hundeführschein absolvieren kann. 

Sima: „Ich bin entsetzt“
„Ich bin entsetzt, wie sorglos manche Hundehalter umgehen. Immer wieder gibt es Vorfälle mit Listenhunden in unserer Stadt und daher werden wir weitere Maßnahmen zur Sicherheit der Menschen in unserer Stadt setzen“, erklärte dazu Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Sie sieht die Notwendigkeit einer generellen Beißkorbpflicht für Listenhunde dadurch erneut bestätigt.

Grüne sehen noch Diskussionsbedarf
Wie berichtet, soll das neue Regelwerk des Wiener Tierhaltegesetzes am Donnerstag bei der Landtagssitzung beschlossen werden. Dieses beinhaltet unter anderem eine Alkoholgrenze für Halter von Listenhunden von 0,5 Promille, mehr Kompetenzen für die Prüfer von Hundeführscheinen sowie strengere Strafen bei Verletzungen des Tierhaltegesetzes. Die angesprochene Beißkorbpflicht für Listenhunde ist allerdings nicht in der Novelle enthalten. So sehen die Grünen noch Diskussionsbedarf in der Causa.

Kind starb nach Hundeattacke
Die Debatte erneut angefacht hatte der tragische Tod des erst 17 Monate alten Waris vor wenigen Wochen im Bezirk Donaustadt. Das Kind, das mit seinen Großeltern spazieren war, wurde plötzlich von einem Rottweiler attackiert, der sich von seiner Besitzerin losgerissen hatte. Das Tier trug keinen Maulkorb und verbiss sich in den Kopf des kleinen Buben, der nach längerem Kampf im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Die Halterin war zum Zeitpunkt des Vorfalles betrunken und hatte 1,4 Promille Alkohol im Blut.

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