23.10.2018 11:28 |

ÖVP-Liste

Ein pinker Anstrich für Harald Preuner

Alle Analysen zeigen es: Das urbane Gebiet und die extrem rasch wechselnden Veränderungen in der Gesellschaft sind für die ÖVP eine Herausforderung, die sie meist nicht geschafft hat. Jetzt macht Harald Preuner seinen bürgerlich-liberalen Coup perfekt: Barbara Unterkofler von den NEOS wird seine Nummer zwei.

Am Montagabend tagte das Präsidium der Stadt-Partei. Nur dreimal in der jüngeren Geschichte ist es den Schwarzen gelungen, den Bürgermeister  zu stellen:
- Josef Preis (1919-1927)
- Richard Hildmann (1935-1938 und 1945-1946)
- Josef Dechant (1992-1999)
- Harald Preuner (ab 2017 bis heute)

Am 8. Oktober 1967 scheiterte der junge Kammeramtsdirektor Wilfried Haslauer I. als Spitzenkandidat der Stadt-ÖVP. Der im amerikanischen Stil geführte Wahlkampf war nicht angekommen, der SPÖ-Amtsinhaber Alfred Bäck siegte.

Harald Preuner gewann bei der Direkt-Wahl nach dem Rücktritt von Heinz Schaden mit nur 44 Stimmen Vorsprung vor Bernhard Auinger. Am 10. März 2019 treten beide wieder an. Vor der ÖVP-Sitzung gab sich Harald Preuner humorvoll-sarkastisch: Er sei davon überzeugt, als Nummer eins gesetzt zu werden.

Hinter ihm geht es nach dem Reißverschluss-System weiter: Frau-Mann-Frau.
Dass Barbara Unterkofler, die Tochter von ÖVP-Landesrätin Maria Haidinger, Nummer zwei auf der Liste wird, begründen Insider so: Man wolle das urbane und liberale Publikum gewinnen, dem die Stadt-ÖVP bisher zu verstaubt war.
Marlene Wörndl tritt überraschend nicht mehr zur Wahl an und möchte sich neuen Herausforderungen widmen. Klubchef und Scharfmacher Christoph Fuchs bleibt auf Platz drei.

Barbara Unterkofler gilt als enge Vertraute von Landeshauptmann Wilfried Haslauer. Mit ein Grund für ihren Um- und Aufstieg.

Hans Peter Hasenöhrl

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