Di, 23. Oktober 2018

Festakt zum Start

06.10.2018 15:15

Das „Haus der Musik“ in Innsbruck ist eröffnet

In Innsbruck ist am Samstag das 62,7 Millionen Euro schwere „Haus der Musik“ neben dem Landestheater mit einem Festakt offiziell eröffnet worden. Nach dreijähriger Bauzeit finden in der neuen Kulturstätte unter anderem die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, der Tiroler Volksmusikverein oder das Institut für Musikwissenschaft eine neue Heimat.

Viel politische Prominenz war Samstagvormittag bei der Eröffnung zugegen - unter anderem Tirols Landeshauptmann Günther Platter, Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, Kulturlandesrätin Beate Palfrader (alle ÖVP) sowie Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi (Grüne) und seine Vorgängerin, die jetzige Vizebürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck). Eingeleitet wurden die Feierlichkeiten durch einen „Landesüblichen Empfang“, der von der Speckbacher Schützenkompanie „Alter Schießstand“, der Stadtmusikkapelle Wilten und Fahnenabordnungen der Tiroler Traditionsverbände gestaltet wurde. Samstagnachmittag und Sonntag kann das Haus von der Bevölkerung besichtigt werden.

„Für Österreich ist die Kultur ein wichtiger Teil der Identität und leistet einen vielschichtigen Beitrag für den Wirtschaftsstandort. Tirol bündelt hier hochqualitative Einrichtungen und schafft eine weitere Attraktion im künstlerischen Bereich. Von dieser Einrichtung profitieren Innsbruck, Tirol und der Standort Österreich“, erklärte Schramböck. Platter wiederum betonte, dass Tirol mit der Fertigstellung um ein kulturelles Zentrum reicher sei. Dieses vereine verschiedene Musikeinrichtungen von Stadt, Land und Bund. „Das Haus der Musik Innsbruck gibt zehn kulturellen Institutionen aus verschiedenen Bereichen ein neues Zuhause. Es ist eine Freude, dass das Zentrum der künstlerischen Begegnung und des Austausches ab heute Nachmittag für alle offensteht“, freute sich auch Willi.

Der architektonische Blickfang unweit der Hofburg weist insgesamt eine Fläche von 15.700 Quadratmetern und eine Nutzfläche von 12.900 Quadratmetern auf. In dem Haus finden auch das Tiroler Symphonieorchester Innsbruck, die Kammerspiele, Teile des Landeskonservatoriums und der Innsbrucker Standort des Mozarteums Salzburg Platz. Die Bibliotheken der Institutionen wurden überdies im letzten Stock zu einer großen Musikbibliothek zusammengeführt, die in dieser Form in Westösterreich einzigartig sei.

Neben der örtlichen Bündelung dieser bisher über die Stadt verstreuten Institutionen hat das „Haus der Musik“ aber auch zwei neue Konzertsäle zu bieten, die sowohl für Proben als auch für Konzerte zur Verfügung stehen. Der sogenannte große Saal bietet auf 515,9 Quadratmetern 508 Plätze, während der kleine Saal auf 117,3 Quadratmeter 99 Zuhörer fasst. Eine große Leinwand im großen Saal lässt außerdem Experimente beispielsweise im Bereich der Film-Vertonung möglich werden. Neu verortet ist ab sofort auch das „K2“, das sich über die Jahre als experimentierfreudige und gegenwartsbezogene Bühne des Landestheater etabliert hat und bisher unweit der Probebühnen und der Werkstatt des Landestheaters untergebracht war. Das Landestheater verantwortet übrigens auch den Betrieb des „Hauses der Musik“.

Indes wird auch auf das kulinarische Wohl der Gäste und „Bewohner“ des Hauses geachtet. Im Erdgeschoß kümmert sich das Restaurant „Das Brahms“ ab dem 6. Oktober darum.

Das „Haus der Musik“ wurde vom Tiroler Architekten Erich Strolz entworfen und gemeinsam mit dem Büro Dietrich Untertrifaller Architekten umgesetzt. Es wurde von der Stadt Innsbruck, dem Land Tirol und dem Bund gemeinsam errichtet. Bauträger war die Innsbrucker Immobilien Gesellschaft (IIG).

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