Mi, 12. Dezember 2018

52-Jährige nickte ein

24.09.2018 07:30

Nach Sekundenschlaf nur knapp dem Tod entronnen

„Ich bin kurz eingenickt“ - Sekundenschlaf gab eine 52-jährige Oberneukirchnerin als Grund an, warum sie mit ihrem Audi von der Waxenberger Straße in Zwettl/R. in einen Wald „gesprungen“ war. Der Pkw zerschellte, der Motor wurde herausgerissen. Die Mühlviertlerin überlebte, konnte selbst Alarm schlagen.

„Die Frau war im Fahrzeug eingeklemmt, konnte aber noch ihre Handtasche und somit ihr Handy erreichen, die Einsatzkräfte und ihren Lebensgefährten erreichen“, berichtet Herbert Enzenhofer von der Feuerwehr Zwettl an der Rodl. Wäre das nicht gelungen, der Unfall an der unübersichtlichen Stelle wäre womöglich über mehrere Stunden nicht entdeckt worden.

Wrack hing zwischen Bäumen
Die Feuerwehrleute benötigten eine halbe Stunde, ehe sie das Unfallopfer aus dem Wrack, das zwischen Bäumen hing, mit schwerem Gerät geborgen hatten. Der Notarzt brachte die Angestellte ins UKH Linz.

Sie gab selbst an, dass sie kurz vor 17 Uhr hinterm Steuer eingenickt war - fatal auf der kurvenreichen Straße. Dass sie noch lebt, gleicht laut den Einsatzkräften einem kleinen Wunder. Auswertungen von schweren Unfällen ergaben, dass vier Prozent auf Sekundenschlaf zurückgehen. Experten schätzen die Dunkelziffer aber auf bis zu 40 Prozent. Denn wer bei Tempo 100 drei Sekunden einnickt, fährt 83 Meter im Blindflug.

Jeder vierte Lenker schlief schon einmal ein
In Lenker-Befragungen gab jeder vierte an, schon einmal hinterm Steuer eingenickt zu sein, dabei war die Rate bei Männern doppelt so hoch wie bei Frauen. Allerdings sagten 43 Prozent, dass sie den Einschlafzeitpunkt „vorhersehen“ können, 45 Prozent behaupten, die Müdigkeit durch Erfahrung ausgleichen zu können. Und 17 Prozent ignorieren die Gefahr.

Den Kampf gegen Müdigkeit am Steuer führen viele Lenker mit Fenster-Öffnen (60 Prozent), lauter Musik (30 Prozent) oder Energy-Drinks und Kaffee (38 Prozent). Wirklich hilfreich sei laut Verkehrsexperten ein „Powernap“ von zehn bis 20 Minuten und Pausen alle zwei Stunden.

Markus Schütz
Markus Schütz

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
BMWs neues Marken-Herz
Neuer 3er-BMW: Freude am Vorsprung durch Fahrwerk
Video Show Auto
Überraschungsauftritt
Wanda: Amore bis in den hintersten Winkel
Musik
Champions League
Liverpool gewinnt Aufstiegs-Krimi gegen Napoli 1:0
Fußball International
Champions League
Schöpf schießt Schalke gegen Lok Moskau zum Sieg!
Fußball International
Bis auf Weiteres
Liga-Partie des FC Barcelona in Miami abgesagt
Fußball International
Bitteres Ende
Aus für Yaya Toure bei Olympiakos nach 3 Monaten!
Fußball International
Mädchenmord in Steyr
Saber A. soll schon in Afghanistan getötet haben
Oberösterreich
Mit Polizei gedroht
Ausweisfälscher zwang Saber A. zur Aufgabe
Oberösterreich
Juve ist (noch) besser
Red Bull Salzburg greift noch nach Europas Thron!
Fußball International
Bis Sommer 2021
Rapid: Sportchef Bickel vor Vertragsverlängerung
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.